Aus Naturfreibad wird Badestelle

Füssener Mitterseebad wird umgebaut

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Im Mitterseebad wird bereits seit geraumer Zeit gearbeitet, um den Umbau des einstigen Naturfreibades zur Badestelle rechtzeitig zur diesjährigen Badesaison noch zu ermöglichen. Ob dort tatsächlich aber im Sommer gebadet werden kann, hängt auch stark vom weiteren Verlauf der derzeitigen Coronakrise ab.

Füssen – Einfach mal abtauchen und das kühle Nass genießen: Das wird heuer am Mittersee wieder möglich sein. Denn bis Ende Mai soll das beliebte Naturfreibad zur Badestelle umgebaut werden, so dass die Füssener ohne Badeaufsicht ins Wasser können. Das gab Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) bekannt.

Gleichzeit wird damit ein Ausgleich zum Oberseebad geschaffen, das in diesem Sommer geschlossen bleibt (siehe eigener Bericht auf Seite 3 dieser Kreisbote-Ausgabe). Nachdem wegen Verzögerungen und des Widerstands der IG Mittersee das Mitterseebad im vergangenen Jahr nicht wie geplant saniert werden konnte, fand sich für die Saison 2019 kein Pächter für die Badeanstalt, so dass sie geschlossen bleiben musste. 

Im vergangenen Oktober entschied der Stadtrat schließlich, dass das Naturfreibad zur Badestelle und im Zuge des „Masterplan Kneipp“ von Füssen Tourismus und Marketing (FTM) zu einem „Park der Inneren Ordnung“ werden soll (der Kreisbote berichtete mehrfach ausführlich).

 „Der Mittersee wird so umgebaut, dass er dieses Jahr freigegeben werden kann“, erklärte Bürgermeister Eichstetter während eines Informationsgesprächs mit den Interessengemeinschaften (IG) Obersee, Mittersee und Bad Faulenbach am vergangenen Dienstagnachmittag. Dann können die Füssener hier ohne Aufsicht und auf eigene Gefahr baden. 

Deshalb ist die Stadt aktuell dabei unter anderem die Schilder zu ändern und neue Geländer aufzustellen. „Das Gebäude am Mittersee müssen wir geschlossen halten“, ergänzte der Rathauschef. Schließlich seien die Toiletten und die Umkleiden baufällig. 

Stattdessen können Besucher die öffentlichen WC an der Waldwirtschaft bzw. an der Kneipp-Anlage nutzen. Der Weg werde ausgeschildert. Eventuell könnten vorübergehend auch Sanitär-Anlagen auf dem Gelände aufgestellt werden. 

Daneben wird es eine provisorische Umkleidekabine und einen mobilen Kiosk geben. Gespräche für letzteren laufen bereits, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. 

Baden bis September?

Bis Ende Mai soll der Umbau fertig sein, damit „Sie ab 1. Juni dort baden gehen können – falls Corona das zulässt“, sagte der Bürgermeister. Zum Ende der Sommerferien, am Sonntag, 6. September, werde der Badeplatz geschlossen, damit die Bauarbeiten an der Alatseestraße und am Oberseebad beginnen können. Im Herbst soll auch der „Mittersee-Park“ mit seiner kneipp´schen Orientierung errichtet werden. 

In dem Zug soll die Anlage mit Blick auf die Themen Ruhe und Erholung umgestaltet sowie der baufällige Toilettentrakt abgerissen und an der Ostseite des Gebäudes neu aufgebaut werden. Daneben werden die denkmalgeschützten Umkleiden und der Kiosk mit Gastraum saniert. Diese Arbeiten möchte die Stadt bis Mai 2021 abschließen, um den Badebetrieb 2021 nicht zu beeinträchtigen.

kk

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