Neuerungen an der Füssener Hütte

"Ein absolutes Schmuckstück"

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Matthias Nack und Melanie Kerpf sind die neuen Pächter der Füssener Hütte.

Füssen – Neue Pächter, neue Elektrik, neue Tür: Thomas Wechner, Verwalter des Tiroler Grundbesitz, informierte den Finanzausschuss über die Planungen an der Füssener Hütte. Ab Juni werden Melanie Kerpf und Matthias Nack die Hütte betreiben. Und auch die Hütte selbst wird auf Vordermann gebracht.

„Die beiden machen einen sehr guten Eindruck“, sagte Wechner zu den neuen Pächtern. Er sei überzeugt, „dass sie die richtigen Wirtsleute sind.“ Die 29-jährige Melanie Kerpf und der 31-jährige Matthias Nack sind ausgebildete Köche und bringen Hüttenerfahrung mit. Zuletzt war Kerpf Wirtin der Rohrkopfhütte. Nack war im Kurhotel Wiedemann angestellt. Für fünf Jahre haben sie nun die Füssener Hütte gepachtet, so Wechner. 

Den Investitionsstau an der Hütte selbst hat Wechner bereits im vergangenen Jahr in Angriff genommen: 44.000 Euro wurde in neue Elektrik und eine Brandmelde- sowie Photovoltaikanlage investiert, informierte der Verwalter. Denn die zweifasrigen Leitungen seien gefährlich gewesen, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). In diesem Jahr werde ein neues Dieselaggregat sowie eine Tür angeschafft, so Wechner. Letzteres sei eine Versicherungssache. Denn im November 2016 habe ein Einbrecher versucht in die Hütte einzusteigen. 

Außerdem soll die Hütte einen Blitzableiter und eine neue Kühltheke bekommen, damit die neuen Wirtsleute auch wirtschaftlich arbeiten können. 

Pflege nötig

Langfristig, sprich die kommenden drei bis vier Jahre, seien aber weitere Investitionen nötig, informierte der Verwalter. So müssten ein Fettabscheider angeschafft, die Santiäreinrichtungen saniert und die Terrasse erneuert werden. „Die wollen wir vergrößern“, erklärte der Rathauschef. Schließlich wollen die meisten Gäste draußen sitzen und das Bergpanorama genießen. 

Des weiteren sollen Leitungen zur Strom- und Wasserversorgung zur Hütte verlegt werden. „Die Gespräche sind nicht eingeschlafen, sie laufen noch“, erklärte Wechner. Doch bis es soweit ist, brauche die Hütte das neue Dieselaggregat. Das alte hatte zehn Jahre auf dem Buckel und sei veraltet. 

Über diese Pläne freute sich Füssens zweiter Bürgermeister, Niko Schulte (CSU). „Solch ein Juwel hat nicht jede Gemeinde. Das ist ein absolutes Schmuckstück. Das müssen wir hegen und pflegen.“ Doch die Pflege sei in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. „Die Sanitäranlagen sind wirklich nicht mehr toll. Ich finde es klasse, dass Sie so akkurat vorgehen“, lobte Schulte Wechner.

Doch Schultes Vorwurf wollte Bürgermeister Iacob so nicht stehen lassen. Thomas Wechners Vorgänger Hans Seiser habe eben andere Prioritäten gesetzt. Zudem wollte der damalige Pächter „gar keine Änderungen. Seiser hat seine Aufgaben über Jahrzehnte gut wahrgenommen.“

Katharina Knoll

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