Jäger kritisieren beim Thema Wolf die Politik

"Wäre eine Katastrophe"

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Prächtig und ausdrucksvoll präsentiert die Kreisgruppe Füssen des bayerischen Landesjagdverbandes ihre Jagdtrophäen im Schwangauer Schlossbrauhaus.

Schwangau – 118 Hirschgeweihe, 253 Gamskrucken und 602 Rehgehörne waren am Samstag bei der Hegeschau der Füssener Kreisgruppe im bayerischen Jagdverband im Schwangauer Schlossbrauhaus zu sehen. 

Die Abschusszahlen in den verschiedenen Kategorien (Reh, Gams, Rotwild) in den Hegegemeinschaften Roßhaupten, Pfronten und Ammergebirge bewegten sich zwischen 90 und 100 Prozent. Trotz gesundheitlichem Handicap wegen eines Skiunfalls meisterte Isabel Koch als Vorsitzende des Kreisverbandes die Eröffnung der Hegeschau für das Jagdjahr 2018/19 im Schlossbrauhaus in Schwangau. 

Eines der von Koch angesprochenen Themen war „der große Beutegreifer Wolf“. „Ob wir wollen oder nicht – wir müssen uns mit ihm beschäftigen!“, sagte die Kreisvorsitzende der Jäger. „Sein Auftauchen in unserer Region wäre eine Katastrophe“, so Koch weiter. 

Der Wolf als „Problemkind“ werde es auch bleiben, auch wenn das Thema die heimische Region momentan noch nicht unmittelbar betreffe. „Wir Jäger fühlen uns in diesem Punkt von der Politik alleingelassen!,“ sagte Koch. 

Als Gast begrüßte die Vorsitzende den stellvertretenden Landesjägermeister Artur Birlmair im Tiroler Jägerverband. Er referierte zum Thema „Jagd in Tirol“ und ihren rechtlichen Grundlagen bei Ausübung der Jagd. Als gesetzlicher Interessenvertreter von 16.000 Jägern fällt unter seinen Verantwortungsbereich unter anderem die Aus- und Weiterbildung von Jägern, die Öffentlichkeitsarbeit, das Wildtiermonotoring, die rechtliche Beratung und die Interessenvertretung ihrer Mitglieder. Er führte auch an – das Problem ist ebenso im Allgäu bekannt – dass das Zusammentreffen unterschiedlicher Interessengruppen wie Touristen, Outdoor-Sportler und nicht zuletzt die Landwirte auf kleinem Raum ein Problem sei und der Wald als Lebensraum für Wild immer enger werde. 

Die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) hob die Hegeschau der Füssener Jäger als exzellente Leistungsschau einer verantwortungsvoll agierenden Jägerschaft hervor. Das Spannungsfeld Wald – Bevölkerung sowie das „Reizthema Wolf“ könnten nur im Konsens miteinander gelöst werden. Wichtig sei es dabei, betonte die Landrätin, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

ed

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