Unteralgen für das Innenministerium werden vorbereitet

BLZ Füssen: Hoher Sanierungsbedarf

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Der Sanierungsbedarf am Füssener BLZ ist hoch. Allein in den kommenden beiden Jahren stehen Arbeiten für rund 1,3 Millionen Euro im Bedarfsplan.

Füssen – Der Sanierungsbedarf am Bundesleistungszentrum (BLZ) am Kobelhang in der Kemptener Straße geht weit über ein undichtes Flachdach hinaus.

Eine in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses von Kämmerer Marcus Eckert vorgelegte Bedarfsanmeldung für das Haushaltsjahr 2020/21 sieht Sanierungsarbeiten in einem Umfang von fast 1,3 Millionen Euro für die kommenden Jahre vor. Derzeit werden in der Stadtverwaltung die Unterlagen für das Bayerische Innenministerium zusammen gestellt. An dem 1973 eröffneten Bundesleistungszentrum (BLZ) nagt mittlerweile der Zahn der Zeit – und das nicht nur am undichten Flachdach (der Kreisbote berichtete mehrfach).

 Für das Haushaltsjahr 2020/21 hat die Stadt jetzt beim Innenministerium Sanierungs- und Reparaturarbeiten für fast 1,3 Millionen Euro angemeldet – zusätzlich zu den 1,7 Millionen Euro, die nach derzeitigen Prognosen die Reparatur des Dachs von Halle 1 kosten wird. Kämmerer Marcus Eckert wies allerdings darauf hin, dass es sich bei der vorgestellten Kostenaufstellung lediglich um „einen ganz groben Rahmen“ handle. Derzeit würden im Füssener Rathaus sämtliche erforderlichen Unterlagen für das Innenministerium in München aufbereitet werden. 

Für das kommende Jahr will die Stadt beim bayerischen Innenministerium in München beantragen:

 • der Ersatz der alten Eisbearbeitungsmaschine für geschätzte 150.000 Euro

 • Erneuerung der teilweise asbesthaltigen hinterlüfteten Fassaden an den Hallen 1 und 2 (insgesamt: 146.500 Euro)

 • Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Lampen für rund 500.000 Euro (wobei bis zu 75 Prozent Förderung möglich sein sollen)

 • Sanierung der Umkleiden und Sanitärbereiche in der Arena für rund 50.000 Euro. Für das Jahr 2021 meldet die Stadtverwaltung einen darüber hinaus gehenden Bedarf von:

 • 30.000 Euro für den zweiten Abschnitt der Fassaden-Sanierung in den Hallen 1 und 2 an

 • weitere 95.000 Euro für die Sanierung und Reparatur der Pfosten-Riegel-Fassade an der Nord- und Ostseite von Halle 1

 • rund 50.000 Euro für die weitere Sanierung der Umkleiden und der Sanitärbereiche der Arena

 • 250.000 Euro für die Erneuerung der altersschwachen sogenannten Wärmerzeugungsanlage in Halle 1 sowie der Heizungsregelanlage in der Arena und Halle 1 inklusive Erneuerung der Wärmedämmung an den Heizungs-Wasserleitungen und der Warmwasserbereitung in der Arena

 • 79.500 Euro für den Einbau einer zusätzlichen Trocknungsanlage für die vor allem von den Curlern genutzte Halle 2. 

Weitere Sanierungen?

„Sie sehen: Wir sind dran!“, kommentierte Zweiter Bürgermeister Niko Schulte (CSU), der den im Urlaub befindlichen Paul Iacob (SPD) vertrat, die vorgelegte Bedarfsanmeldung. Kämmerer Marcus Eckert erklärte, dass der in den 1970er Jahren eröffnete Gebäudekomplex mittlerweile eben ein gewisses Alter erreicht habe. Von daher müsse auch künftig von der Notwendigkeit weiterer Sanierungsmaßnahmen ausgegangen werden.

CSU-Stadtrat Peter Hartung hakte indes nach, ob bei der geplanten Erneuerung der Wärmerzeugungsanlage nicht ein Nahwärmenetz Sinn mache, an die auch die benachbarte Feuerwehr und die neue Tennishalle mitsamt den geplanten Wohnungen angeschlossen werden könnten. Dafür sei es mittlerweile wohl zu spät, entgegnete Kämmerer Eckert, da die Planungen für den Neubau der Tennishalle bekanntlich bereits abgeschlossen bzw. weit voran geschritten und genehmigt seien.

mm

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