Kontrollen sollen aber fortgesetzt werden

Füssener Grundschule: Es geht auch ohne Eltern-Taxis

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Dass die Eltern die Erstklässler am Dienstag in der Mehrzahl zu Fuß in die Schule gebracht haben, stößt im Verkehrsausschuss und der Polizei auf Lob.

Füssen – „Unvorstellbar – aber es hat nichts gegeben!“ Positiv überrascht über das Verhalten der Eltern der Erstklässler bei deren Einschulung am Dienstag äußerte sich Thomas Meiler von der Füssener Polizei gegenüber dem Kreisbote.

Die meisten hätten ihre Kinder um kurz vor 10 Uhr zu Fuß zur Grundschule gebracht. Und diejenigen, die mit dem Auto vorfuhren, hätten sich ebenfalls vorbildlich verhalten. Kritik gab es dagegen an den Eltern der Zweit- und Viertklässler.

Denn als diese um kurz vor 8 Uhr ihre Kinder zur Schule brachten, bot sich das gewohnte Bild: kreuz und quer vor der Schule parkende Autos, damit die Mädchen und Jungen möglichst nahe an der Schule aussteigen können. „In der Früh war das Verkehrschaos wie immer die Jahre davor“, beschrieb Meiler die Situation. Wobei es auch löbliche Ausnahmen gegeben habe, wo die Eltern am Kino oder in der Augustenstraße geparkt hätten. „Das ist sehr gut“, so der Verkehrsexperte der Polizeiinspektion Füssen. „Jedes Auto, das nicht vor der Schule steht, entlastet.“ 

Vorbildlich hätten sich dagegen später am morgen die Eltern der Erstklässler verhalten, wie er und zwei weitere Kollegen beobachtet hätten. „Wir mussten fast nichts tun“, berichtete Meiler. Die meisten Eltern hätten die ABC-Schützen zu Fuß gebracht. „Das muss ich ihnen hoch anrechnen“, sagte er. Und diejenigen, die mit dem Auto gekommen sind, hätten sich ebenfalls vorbildlich verhalten. Nun hoffe er, dass es im weiteren Verlauf des Schuljahres auch so bleibe. 

CSU will Kontrollen

Hintergrund von Meilers Bericht war ein Antrag von CSU-Stadtrat Heinz Hipp für seine Fraktion, die nach den Ferien Geschwindigkeitskontrollen in der Mariahilfer-, Rupprecht- und Augustenstraße gefordert hatte. Daraufhin hatte der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland tatsächlich in der Mariahilferstraße geblitzt – und das mit Erfolg. Einigen Autofahrern sei offenbar nicht bewusst, dass in Fahrradstraßen wie der Mariahilferstraße grundsätzlich Tempo 30 gelte, erklärte Meiler. In der Augustenstraße sei jedoch auf Messungen der Geschwindigkeit verzichtet worden. Dort sei der Verkehr morgens so dicht, dass ohnehin niemand schneller als die erlaubten 30 km/h fahren könne. 

Meiler kündigte an, dass die Polizei auch weiterhin regelmäßig morgens vor der Grundschule im Einsatz sein und aufpassen werde. Auch die Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus, weiterhin regelmäßig das Tempo durch den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland kontrollieren zu lassen, zumal es bereits Beschwerden vonseiten des Kindergartens und Anwohner über Raser gegeben habe. 

Appell an Eltern

Bürgermeister Paul Iacob (SPD) appellierte indes an die Eltern der Schüler, ihre Kinder nicht bis ins Klassenzimmer fahren zu wollen. Ihm persönlich wäre es zwar am liebsten, die Mädchen und Jungen würden zu Fuß zur Schule gehen. Diejenigen Eltern, die ihre Schützlinge aber dennoch lieber mit dem Auto bringen wollen, sollten dann beispielsweise kurz am Kino halten.

mm

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