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Füssener Polizei warnt vor „Sextortion“

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Ein 34-jähriger Mann aus dem Königswinkel ist kürzlich mit der Sextortion-Masche erpresst worden. © Jan-Philipp Strobel/dpa

Füssen - Erneut ist ein Ostallgäuer nach einem Video-Chat Opfer von Erpressern geworden. Die Polizei gibt deshalb Tipps zum richtigen Verhalten in solche Fällen.

Erpressung auf sexueller Grundlage heißt das Delikt, vor dem die Polizei jetzt erneut ausdrücklich warnt. Bei der Kriminalitätsform „Sextortion“ nimmt zunächst eine fremde Person über ein soziales Netzwerk oder Dating-Plattformen Kontakt zu seinem Opfer auf.

Zu Beginn findet in der Regel eine harmlose Kommunikation statt, um ein gewisses Vertrauen aufzubauen. Im Anschluss wird versucht, das potentielle Opfer dazu zu überreden, sich vor seiner Webcam auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen.

Dabei werden diese Handlungen aufgezeichnet und im Anschluss daran damit gedroht, das Video- oder Bildmaterial im Internet zu veröffentlichen, falls ein geforderter Geldbetrag nicht gezahlt würde. Diese Art der Erpressung betrifft Männer und Frauen. Die meisten Opfer sind jedoch männlich. Die Drahtzieher sind in der Regel in Banden organisiert und agieren oft aus dem Ausland.

In dem der Füssener Polizei aktuell gemeldeten Fall wurde ein 34-jähriger Mann über ein soziales Netzwerk kontaktiert und nach einer anfänglich unbedenklichen Kommunikation gebeten, diese per Video-Chat fortzuführen. Hier überredete die Täterin ihr Opfer sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen, nachdem diese sich ihm gegenüber ebenfalls sehr freizügig zeigte.

Als der junge Mann dieser Aufforderung nachkam, endete der Video-Chat plötzlich und er erhielt eine Nachricht, dass das Video aufgezeichnet wurde und er eine fünfstellige Summe bezahlen sollte um eine Veröffentlichung zu verhindern. Der Mann weigerte sich Geld zu bezahlen und erstattete stattdessen Anzeige.

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