Architektur, Kulinarik und Musik

Füssener besuchen Cremona und präsentieren übersetztes Buch

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Ein Programmpunkt war die Besichtigung der Parmesan-Käserei in Colorno.
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Buchpräsentation im Rathaus: die Autoren Josef Focht (v.l.), Klaus Riedmiller und Klaus Martius, Cremonas Bürgermeister Gianluca Galimberti, Füssens Bürgermeister Paul Iacob sowie Paolo Bodini, Präsident der Vereinigung „friends of Stradivari”, und Carlo Carutti.
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Carlo Carutti.
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Das Hochzeitszimmer ist der prächtigste Raum im Palazzo Ducale in Mantova.
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Neben dem Ersten Bürgermeister Paul Iacob nahmen Stadträte, Mitarbeiter der Verwaltung und Bürger an der Fahrt teil.
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Aurelia Macovei bespielte die 350 Jahre alte Stradivari.

Cremona/Füssen – Eine 30-köpfige Reisegruppe um Füssens Bürgermeister Paul Iacob ist jetzt vier Tage in die Partnerstadt Füssens, Cremona, gereist. Der offizielle Höhepunkt war die Präsentation des ins Italienische und Englische übersetzten Buchs „Füssener Lauten- und Geigenbau europaweit“.

Neben offiziellen Vertretern der Städte Cremona und Füssen sowie den drei Autoren des Buchs war auch Carlo Carutti bei der Präsentation des Werks anwesend. Der 95-jährige Mailänder war von Anfang an eine der treibenden Kräfte beim Aufbau der Partnerschaft zwischen der Wiege des Lautenbaus, Füssen, und der Geigenbaumetropole Cremona.

In einer berührenden Rede beschrieb er das Zusammenwachsen von Cremona und Füssen als schicksalhaft: Weil Caruttis Vater dessen Wunsch nicht akzeptieren wollte, Musiker zu werden, wandte sich Carutti dem Maschinenbau zu und kam in Kontakt mit der Füssener Firma Bihler. Dort trafen sich zufällig Iacob und Carutti, kamen ins Gespräch und waren sich schnell einig, dass die Städte Cremona und Füssen wegen ihrer gemeinsamen Geigen- und Lautenbautradition zusammenarbeiten müssen. Das war 2009. Inzwischen mündete die Städtefreundschaft in einer offiziellen Partnerschaft (der Kreisbote berichtete mehrfach). 

Auf der Reise erwartete die Gruppe außerdem ein üppiges Kulturprogramm in und um Cremona. So besichtigten die Reisenden den Palazzo Ducale in Mantova und die Stadt Soncino. In einer Käserei in Colorno erfuhren die Reisenden alles über die Herstellung des Parmesans. Dabei bekamen die Besucher Kostproben von verschieden lang gereiften Käsen serviert.

Neben diesen kulinarischen Leckerbissen bekamen die Reisenden im Auditorium des Geigenbaumuseums auch einen Ohrenschmaus serviert: Auf einer 350 Jahre alten Stradivari präsentierte die Violinistin Aurelia Macovei nur für die Reisegruppe aus Füssen klassische Musik auf höchstem Niveau. Für viele der Reisenden war dieses Konzert in dem Konzertsaal, der einem Geigenkörper nachempfunden ist, der Höhepunkt der Reise.

Hintergrund zum Buch

Das Buch „Füssener Lauten- und Geigenbau europaweit” der Autoren Josef Focht, Klaus Martius und Thomas Riedmiller ist im Verlag Friedrich Hofmeister erschienen. Es ist in Buchhandlungen und im Museum der Stadt Füssen erhältlich.

kb

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