Kinder- und Jugendbeirat spricht über neues Jugendhaus

Füssener Schüler wollen Jugendparlament gründen

Jugendbeirat Füssen
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David Wagner, Felix Prinz und Viktoria Miller vom Gymnasium Füssen stellen im „Jufo“ ihr Projekt, die Gründung eines Jugendparlaments, in der Lechstadt vor.
  • VonAlexander Berndt
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Füssen – Dass der geplante Neubau des Jugendhauses im Weidach so schnell wie möglich vonstatten geht, wünschte sich Jugendtreff-Leiter Stefan Splitgerber in der Sitzung des Kinder- und Jugendbeirats.

Diese erste Sitzung seit Ausbruch der Corona-Krise drehte sich jedoch nicht nur um das neue Jugendhaus, sondern auch um die Gründung eines Jugendparlaments.

Splitgerber weiß jedoch, dass der Jugendtreff-Neubau auch „eine Frage des Geldes“ ist. Er schlug dennoch vor, im neuen Jugendhaus ein Inklusionscafé einzurichten.

Wenn auch rund um den Neubau noch nicht sonderlich viel feststeht, ist eines jedoch klar: „Mittelfristig soll das Jugendhaus ins Weidach“, erklärte der Leiter des Kinder- und Jugendbeirats, Wolfgang Bader (Grüne). Deshalb fragte er in die Runde: „Was gehört für euch alles in ein Jugendhaus rein?“ Daraufhin meinten die ca. 15 Jugendlichen unter den etwa 25 Besuchern etwas zögerlich: „Billardtisch, Bandprobenraum, Tanzraum und Mädchenraum“.

Bei der anschließenden Frage nach der gewünschten Größe des Hauses wollten sich die anwesenden Erwachsenen dagegen nicht festlegen. Bader unterstrich, dass die Planungen wohl in die Richtung „eines Hauses in Modularform, das man weiter ausbauen könnte,“ liefen. Diese Mitteilung hatten auch Viktoria Miller, Felix Prinz und David Wagner aufmerksam aufgenommen, auch wenn sie sonst eher nicht zu den Besuchern des „Jufo“ gehören.

Als Vertreter eines P-Seminars in Sozialkunde am Gymnasium Füssen waren sie an diesem Abend extra eingeladen worden, um ihr Projekt „Eure Stimme – Die Gründung eines Jugendparlaments“ vorzustellen. Während ihrer Präsentation gaben sie zu, dass diesbezüglich vieles noch nicht feststehe.

Die Idee der P-Seminar-Teilnehmer sei, dass etwa zehn junge Leute im Alter von möglicherweise zwölf bis 27 Jahren in dieses Parlament gewählt werden könnten. Diese müssten nicht unbedingt Füssener, sondern könnten auch Jugendliche sein, die in Füssen nur eine Schule besuchen. Immerhin dürften sie dann auch an Stadtratssitzungen teilnehmen und Stellungnahmen abgeben, fügte Wagner hinzu.

Er war sich mit Miller und Prinz allerdings einig, dass „unser größtes Problem“ im Hinblick auf die Wahlen, welche die Schüler im kommenden Frühjahr planen, die Frage sei: „Wie bringen wir Jugendliche dazu, dafür zu kandidieren?“

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