Ein Park für alle

Füssener Skate- und Bikepark ermöglicht ab sofort barrierefreien Sport

Skatepark Füssen
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In den Startlöchern: Gebannt warten die Kinder und Jugendliche am Samstag auf den Startschuss, um endlich wieder freie Fahrt auf den Bahnen zu haben.
  • VonChris Friedrich
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Füssen – Bei strahlendem Sonnenschein erhielt im Rahmen einer lockeren Feierstunde am vergangenen Samstag der barrierefreie Ausbau und die Erweiterung der Skate- und Bikeanlage reichlich Beifall. Applaus gab es vor allem für die zahlreichen jungen Leute, die temporeiche Läufe auf der Bahn mit tollen Sprüngen abschlossen. 

Die inzwischen vergrößerte und barrierefrei gestaltete Anlage ist mittlerweile Tag für Tag Treffpunkt für unterschiedliche Altersgruppen. Aktive Sportler und Zuschauer zieht es hierher, „auch aus weiteren Entfernungen“, wie Stefan Splitgerber, Leiter des Füssener Jugendhauses, erklärte.

So war es eine „bunte Mischung“ aus kleinen Kindern, Heranwachsenden und Eltern, die nach der Begrüßung durch Jugendhausleiter Splitgerber zwei weiteren Redner lauschten. „Das Wetter, ein Traum“, begann Maximilian Eichstetter seine Ansprache. „Die Sportstadt Füssen glänzt. Ein großes Dankeschön gilt allen, die dazu beigetragen haben, das Projekt umzusetzen!“, hob der Bürgermeister hervor.

Thomas Scheibel (v.l.), Stefan Splitgerber und Bürgermeister Maximilian Eichstetter geben den Park offiziell wieder frei.

Eichstetter nannte die bekannten Gesamtkosten von 253.000 Euro und den Förderbetrag von 106.000 Euro, „ermöglicht durch das LEADER-Programm“. Die Rechnung geht auf, weil für den Skater- und Bikepark auch zahlreiche Spenden verbucht werden, so die offiziellen Angaben zur Finanzierung.

Angekündigt für 2022 ist bereits ein Skate-Event, das Rollstuhlfahren auf der Anlage in den Mittelpunkt stellt und beweisen soll, dass Menschen mit Handicap willkommen sind. Der Skate- und Bikepark sei selbstverständlich „für alle da“, betonte Thomas Scheibel, seinerzeit einer der Hauptinitiatoren der gesamten Anlage. „Ich freue mich auf das bunte Treiben. Zieht Helme auf!“, schloss Scheibel den offiziellen Teil der Feier.

Magnet für Jugendliche

Beobachter konnten sich beim anschließenden Treiben auf den Bahnen davon überzeugen, wie gut die Anlage im Weidach mittlerweile tatsächlich angenommen wird. Die Begeisterung fürs Skating wurde im Füssener Land früher dort ausgelebt, wo es irgendwie möglich gewesen sei, berichten Mitglieder einer jungen Clique. „Ich bin als Skater durchs Dorf gefahren“, erzählt ein Schwangauer, der regelmäßig ins Weidach kommt und sich mit Gleichaltrigen trifft.

„2018 habe ich auf der neuen Anlage probiert, ob mir Skaten Spaß macht“, erzählt Elli aus diesem Freundeskreis. Sie gehört zu den Jugendlichen aus der Stadt, die sich für diesen Sport neu begeistern. „Ich bin besonders gern zum Turnen gegangen. Jetzt gehe ich Skaten“, sagt sie. Theo wiederum kommt, wie er erklärt, „vom Motorsport“. Er war auch dabei, als ein großer Wettbewerb für Biker im Weidach ausgetragen wurde.

Motivation zu sportlicher Betätigung bietet die großzügig Anlage allerdings auch Mädchen und Buben, die eher unsportlich und technisch nicht so versiert sind. Auch sie können ohne Druck spielerisch auf dem Rad und Brettern hrem Hobby nachgehen – denn, wie sagte Thomas Scheibel: „Der Park ist für alle da!“

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