Amtshilfeantrag gestellt

Füssener Soldaten unterstützen Landratsamt bei der Nachverfolgung von COVID-19-Kontaktpersonen

Oberfeldwebel J. (v.l.), der Gruppenführer vor Ort mit Oberstleutnant Michael Bertram, Ostallgäus Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) sowie Oberstleutnant Edmund Weiß, Leiter des Kreisverbindungskommandos Ostallgäu und Michaela Hoffmann, Leiterin des Gesundheitsamtes Ostallgäu.
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Oberfeldwebel J. (v.l.), der Gruppenführer vor Ort mit Oberstleutnant Michael Bertram, Ostallgäus Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) sowie Oberstleutnant Edmund Weiß, Leiter des Kreisverbindungskommandos Ostallgäu und Michaela Hoffmann, Leiterin des Gesundheitsamtes Ostallgäu.

FÜssen/Landkreis – Seit Montag vergangener Woche unterstützen acht Soldaten der 1. Kompanie des Füssener Gebirgsaufklärungsbataillons 230 im Rahmen der Unterstützungsaktion „Helfende Hände“ das Ostallgäuer Landratsamt. Die entsprechend geschulten Soldaten nehmen vor Ort täglich von 8 Uhr bis 17 Uhr Telefoninterviews zur Ermittlung und Nachverfolgung der Kontaktperson von auf das Coronavirus positiv getesteten Personen vor. Damit sollen Infektionsketten aufgeklärt und unterbrochen werden. Das gab nun die Pressestelle der Gebirgsbrigade 23 bekannt.

Das Gebirgsaufklärungsbataillon 230 der Allgäu Kaserne in Füssen ist für die Gesamtkoordination der unterstützenden Kräfte im Ostallgäu, Oberallgäu und Schwaben verantwortlich. Hierfür sind bereits rund 50 Soldaten aus verschiedenen Dienststellen in der Region eingesetzt.

„Wir unterstützen auch in dieser außergewöhnlichen Situation, stehen aber vor der Herausforderung, auch parallel unseren Ausbildungsbetrieb aufrechtzuerhalten, um die Einsatzbereitschaft unserer Soldatinnen und Soldaten und die laufenden Auslandseinsätze gewährleisten zu können“, berichtete Oberstleutnant Michael Bertram, Standortältester und Kommandeur des genannten Bataillons, der sich am vergangenen Samstag ein Bild über die Arbeit der unterstützenden Soldaten verschaffte. Hierbei suchte der Kommandeur auch das Gespräch mit Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU). Beide bewerteten Zusammenarbeit aller Beteiligten als positiv.

Landratsamt stellte Amtshilfeantrag

Das Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf hat zur Bewältigung der Corona-Pandemie unter anderem die Aufgabe, Infizierte telefonisch zu betreuen und Infektionsketten nachzuverfolgen. Dazu wird viel Personal benötigt. Aus diesem Grund stellte das Landratsamt einen Amtshilfeantrag an die Bundeswehr zur personellen Unterstützung bei der Nachforschung der Übertragungswege des Virus.

Bundesweite Unterstützung durch die Bundeswehr

Die Deutsche Bundeswehr unterstützt derzeit im Rahmen der Amtshilfe mit mehr als 2000 Soldaten in ganz Deutschland im Kampf gegen COVID-19. Dem Nationalen Territorialen Befehlshaber, Generalleutnant Martin Schelleis, stehen bis zu 15.000 Kräfte zur Verfügung. Die sogenannte Streitkräftebasis koordiniert mit dem Kommando „Territoriale Aufgaben“ die Amtshilfe der Bundeswehr in Deutschland.  

kb

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