Sozialausschuss genehmigt Erhöhung der Kindergartengebühren

Kindergarten wird teurer

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Eltern werden für den Kindergartenbesuch ihres Nachwuchses künftig wohl tiefer in die Tasche greifen müssen.

Füssen – Künftig müssen Eltern wohl mehr zahlen, wenn ihr Nachwuchs einen Kindergarten in Füssen besuchen soll. Der Sozialausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, die Gebühren für den städtischen Kindergärten Zwergenburg ab dem 1. Januar zu erhöhen. Die anderen Träger sollen nachziehen. 

Wer sein Kind derzeit im städtischen Kindergarten unterbringt, zahlt zwischen 70 Euro (bis zu vier Stunden) und 90 Euro (bis acht Stunden), erklärte Markus Gmeiner von der Stadtverwaltung. Zwar liege die Kommune damit im Landkreisschnitt, doch viele Gemeinden verlangen höhere Gebühren. So müssten Eltern beispielsweise in Schwangau zwischen 76 bis 106 Euro und zwischen 95 bis 111 Euro monatlich zahlen. 

„Das ist nicht unser Wunsch gewesen, das zu erhöhen. Die Träger kamen auf uns zu. Denen war der Anteil (an der Unterdeckung – Anmerk. d. Rd.) zu hoch“, sagte Gmeiner. Denn die Defizite, die die Kindergärten verursachen, begleichen zu 20 Prozent die Träger und zu 80 Prozent die Stadt. Und im Haushaltsjahr 2016 waren das allein für den Kindergarten in Hopfen rund 174.800 Euro. Insgesamt müsse die Stadt einen jährlichen Zuschuss von rund 1,5 Millionen Euro leisten, so Gmeiner. 

Diese Unterdeckung und der Aspekt, dass die Gebühren seit zwölf Jahren gleich sind, rechtfertigten eine Erhöhung, sagte Gmeiner. So soll nun das erste Kind im Kindergarten mindestens 80 Euro bis maximal 120 Euro monatlich kosten. Das zweite Kind erhält 30 Prozent Ermäßigung und das dritte ist frei, vorausgesetzt alle drei besuchen den gleichen Kindergarten. 

Die anderen Kindergärten hätten bereits zugesichert, ihre Gebühren dementsprechend zu erhöhen, so Gmeiner. Dieser Schritt sei „absolut begründet. Da müssen wir kein schlechtes Gewissen haben“, sagte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). „Keiner wird auf der Straße stehen gelassen“, fügte Gmeiner hinzu. Wer sich das wirklich nicht leisten könne, der könne sich immer noch ans Jugendamt wenden.

Am Ende segnete der Sozialausschuss einstimmig die Erhöhung um 15 Prozent ab. Ob es aber wirklich dazu kommen wird, muss letztlich der Stadtrat entscheiden. 

Katharina Knoll

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