Nicht notwendiger Antrag

Fahrradparkhaus: Füssener SPD rennt offene Türen ein

Fahrradständer in der Füssener Altstadt
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Im Rathaus wird derzeit über mehr Fahrradständer, Radboxen und Ladeboxen für E-Bikes sowie deren künftige Standorte nachgedacht.

Füssen – Was die ASF-Frauen bereits öffentlich gefordert haben, hat die SPD im Stadtrat nun offiziell beantragt – den Bau eines oder mehrerer Fahrradparkhäuser in der Stadt. Allerdings rennen die Füssener Genossen damit offene Türen ein: laut Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) hat die Verwaltung bereits Angebote für ein solches eingeholt.

In ihrem Antrag aus der vergangenen Woche fordert SPD-Stadträtin Ilona Deckwerth die Stadtverwaltung auf, Im Rahmen der Stadtentwicklung zu prüfen, ob es geeignete Standorte für ein oder mehrere Fahrradparkhäuser in Füssen gibt. Sollte das der Fall sein, sollte nach dem Willen der Füssener Sozialdemokraten Planungs- und Baurecht geschaffen werden kann. Damit schließt sich die SPD im Stadtrat einer Forderung der ASF-Frauen an, die unlängst den Bau eines solchen Radparkhauses öffentlich vorgeschlagen hatten (der Kreisbote berichtete).

Deckwerth begründet den Antrag mit dem neuen E-Bike-Boom bei Freizeitsportlern und Touristen: das e-Bike erfreue sich zunehmender Beliebtheit. Weil diese Fahrräder in der Regel aber teuer sind, würden die Fahrer sie bei einem Ausflug in die Fußgängerzone mitnehmen. „Aber auch viele Nebenplätze und -straßen sind stark frequentiert und vollgestellt mit ‚geparkten‘ Rädern“, heißt es weiter in dem Antrag.

Um diesem, Trend gerecht zu werden und gleichzeitig die Altstadt mit ihrem Flair zu schützen, schlagen die Sozialdemokraten vor, geeignete Standorte für ein Fahrradparkhaus zu suchen. Ein solches hätte aus Sicht Deckwerths gleich mehrere Vorteile: zusätzliche Abstellplätze für Räder, Schließfächer für e-Biker, Platz für Fahrradanhänger, Ladestationen für e-Bikes, Reparaturstation, Zugang durch gesichertes Drehkreuz mit einer Karte oder eine Überwachung rund um die Uhr.

Stadt ist »dran«

Bei Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) rennt die SPD damit allerdings offene Türen ein. „Der Antrag ist eigentlich nicht notwendig, da ich in einer der letzten Sitzungen bereits angekündigt hatte, dass wir intensiv am Thema dran sind“, heißt es in seiner Antwort an Deckwerth.

Konkret werden derzeit Fahrradboxen, Parkplätze und Ladeboxen an verschiedenen Orten in der Innenstadt geplant, teilte er auf Nachfrage des Kreisboten mit. Als möglich Standorte kommen demnach der Vorplatz vor Sport Keller, der Platz vor dem Eingang zum Rathaus, der Sparkassenfahrradparkplatz, die innere Kemptener Straße auf Höhe Müller und die neue irgendwann neu gebaute ZOB infrage. Erste Angebote für Schließfächer und Ladestellenschränke für E-Bikes seien bereits eingeholt worden. Weiteres zu diesem Thema sollte auch einer Klausurtagung des Stadtrats diskutiert werden.

mm

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