Sparkasse unterstützt Sportvereine künftig direkt

Mehr Transparenz

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Neuausrichtung: Rochus Nickl von der Sparkasse Allgäu verkündet eine Änderung der Spendenpraxis seines Hauses gegenüber Füssener Sportvereinen.

Füssen – Die größten Neuigkeiten bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft Füssener Sportvereine (IFS) im „Haus der Gebirgsjäger“ überbrachte wohl Rochus Nickl.

Das stellvertretende Vorstandsmitglied der Sparkasse Allgäu teilte den etwa 30 anwesenden Vereinsvertretern bei seinen „Informationen zur Neuausrichtung der Spenden der Sparkasse Allgäu“ mit, dass das Kreditinstitut den Vereinen „ab 2016 anlassbezogen“ mit Geld unter die Arme greifen wolle anstatt wie bisher einen Pauschalbetrag zu spenden. Diesen hatte die IFS in der Vergangenheit anschließend jeweils anteilsmäßig an die einzelnen Vereine verteilt. 

„Der Spendenumfang wird aber gleichbleiben“, versprach Nickl. Das heißt, dass die Vereine auch künftig insgesamt rund 10.000 Euro pro Jahr von seinem Haus erhalten würden. Durch diese Änderung gehe die Verteilung der Spenden künftig aber „nicht mehr fix über die IFS“, sondern die Vereine sollten „Spendenanträge direkt an die Sparkasse stellen“. 

Damit wolle die Bank in Zukunft wissen, „was der konkrete Verwendungszweck“ sei, erklärte Nickl weiter. „Das Ganze wird so transparenter.“ Er deutete jedoch auch an, dass man vermutlich „nicht jeden Wusch hundertprozentig erfüllen“ können werde. Die Unterstützung für die gut 40 Füssener Sportvereine stand auch im weiteren Verlauf dieser Versammlung im Mittelpunkt des Abends, an dem die gesamte IFS-Vorstandschaft um die Erste Vorsitzende Karin Ketterl einstimmig entlastet wurde. 

Ketterl unterstrich dabei unter anderem die grundsätzliche Haltung des Dachverbandes, der sich dazu verpflichtet habe, in Bezug auf finanzielle Hilfen alle Vereine „gleichwertig“ zu behandeln und keinen zu bevorzugen. 

Wichtig für Integration 

Hinsichtlich der Vereins- und Jugendarbeit macht die IFS laut Ketterl „keinen Unterschied“, was ihre Unterstützung für die Sportvereine angeht. Indem sie diese auch als „ein wichtiges Bindeglied zur Integration von Flüchtlingen“ bezeichnete, nahm Ketterl zudem zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen Stellung. 

Bevor sie das vergangene Jubiläumsjahr der IFS Revue passieren ließ und zwei Vereine zu deren Jubiläen nachträglich mit einer Spende bedachte, versicherte sie den Vereinsvertretern, dass die IFS weiterhin eine „gleichgewichtige Plattform für die Außenwirkung und Präsentation“ der Klubs bleiben werde. 

Das Prinzip der Gleichbehandlung hob anschließend auch Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) hervor, als er sagte, dass es bei der Unterstützung einzelnener Vereine „immer um Gerechtigkeit“ gehe. Und während er den Füssener Vereinen zusicherte, dass die Sportförderrichtlinien der Stadt bestehen blieben, machte Iacob darüber hinaus deutlich: „Sport in Füssen ist eine gute Sache.“ Deswegen sei die Stadt „gerne Partner der IFS und des Sports.“

lex

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