Terrasse wird kleiner

Stadträte genehmigen neue Planung für Hopfener Strandbad

+
Alt und marode präsentiert sich das Strandbad in Hopfen derzeit. Deshalb warten die Investoren auf die endgültige Baugenehmigung durch das Landratsamt. Kommt diese rechtzeitig, können womöglich noch heuer erste Arbeiten vorgenommen werden, so Prokurist Daniel Lenzenhuber.

Füssen – Mit 7:4 Stimmen hat der Bauausschuss am Dienstagabend einem Tekturantrag für das Hopfener Strandbad zugestimmt. Dieser sieht vor allem eine Reduzierung der Terrasse vor, die den bisherigen Planungen zufolge in den See hineinreichen sollte. 

Mit dem neuen Antrag folgten die Investoren einer Änderung des Bebauungsplan-Entwurfs aus der Woche zuvor. Dem ursprünglichen Bauantrag für das neue Strandbad hatte der Ausschuss bereits im September mehrheitlich zugestimmt. Ein Bürgerbegehren gegen die Pläne stufte der Stadtrat unlängst als unzulässig ein.

Diese Änderung des Bebauungsplan-Entwurfs „Hopfen Uferstraße Süd“ – der derzeit, wie berichtet, noch einmal öffentlich ausgelegt wird – sieht eine Verkleinerung der Terrasse vor. Außerdem sollte der westliche Steg wieder näher an das Gebäude heran gerückt werden (der Kreisbote berichtete). 

Doch genau wie in der Sitzung des Stadtrates vor Wochenfrist sorgte das Vorhaben für Diskussionen unter den Stadträten. Vor allem Stadträtin Christine Fröhlich (FW) forderte, das Ganze zurückzustellen bis die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs abgeschlossen sei, da der Plan-Entwurf noch keine Planreife habe. „Wir sollten die Auslegung abwarten, denn die anderen Abwägungen stehen ja auch noch aus“, argumentierte sie. 

"Machen keinen Fehler" 

Bürgermeister Paul Iacob (SPD) hielt entgegen, dass der Tekturantrag für einen konkreten, bereits abgesegneten Bauantrag gelte und zunächst einmal nichts mit dem Bebauungsplanverfahren zu tun habe. Außerdem enthalte der jetzt vorgelegte Tekturantrag ja die in der vergangenen Woche eingereichten Änderungen, mit denen die Investoren den Kritikern des Vorhabens weiter entgegen kommen wollen. „Wir machen keinen Fehler, denn der Tekturantrag beinhaltet ja die Änderungswünsche“, sagte der Bürgermeister. „Diese wurden in den Tekturantrag übernommen.“ 

Irritiert zeigte sich Fröhlich auch darüber, dass im aktuellen Bebauungs-Entwurf entgegen früheren Angaben von etwa 750 nun rund 790 Quadratmeter Grundfläche angegeben seien. Weil der Bauantrag laut Bauamtsleiter Armin Angeringer bereits in Marktoberdorf im Landratsamt Ostallgäu zur Genehmigung liege, könne er die Frage jetzt nicht beantworten. Iacob sicherte Fröhlich zu, dass dies aber nachgeholt werde. 

Ein in diesem Zusammenhang von Dr. Christoph Böhm (CSU) gestellter Antrag zur Geschäftsordnung, den Tagesordnungspunkt zu vertagen, lehnte das Gremium knapp mit 6:5 Stimmen ab. Fröhlichs Fraktionskollegin Dr. Anni Derday (FW) kritisierte hingegen, dass die Terrasse im Bauantrag anders verlaufe als im Bebauungsplan-Entwurf. Außerdem werde zu wenig Platz zwischen Terrasse und Steg gelassen, so ihr weiterer Einwurf. 

Bauamtsleiter Angeringer erklärte, dass die Unterschiede kein Problem darstellen, da die Terrasse trotzdem innerhalb des Baufensters bleibe. Das heißt: Der Investor darf zwar kleiner als es das Baufenster vorsieht bauen, aber auf keinen Fall über die Grenzen des Baufensters hinaus. „Der Bebauungsplan gibt mehr her als der Bauwerber will“, so CSU-Stadtrat Michael Jakob. Den Steg nun doch wieder zwei bis drei Meter nach Westen zu verlegen, um mehr Platz zwischen Terrasse und diesem zu schaffen, sei laut Angeringer und Iacob ebenfalls kein Problem.

Matthias Matz

Auch interessant

Meistgelesen

Schorer bleibt drin, Wengert wohl draußen
Schorer bleibt drin, Wengert wohl draußen
Pfronten präsentiert sich am "Tag der Regionen" von seiner besten Seite
Pfronten präsentiert sich am "Tag der Regionen" von seiner besten Seite
Füssener Markthalle feiert ihren 20. Geburtstag
Füssener Markthalle feiert ihren 20. Geburtstag
Unzufriedenheit in der Füssener Altstadt
Unzufriedenheit in der Füssener Altstadt

Kommentare