Bleibt das Strandbad im Sommer nun womöglich zu?

Hopfener Strandbadpläne liegen vorerst auf Eis

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Der Verwaltungsgerichtshof in München hat das Bebauungsplanverfahren für die Uferstraße Süd und das Hopfener Strandbad vorläufig gestoppt.

Füssen/München – Teilerfolg für die Gegner der Neubaupläne für das Hopfener Strandbad: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat am Freitag entschieden, dass der Stadtrat vorläufig keinen Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Uferstraße Süd“ fassen darf.

Eigentlich sollte dies in der Sitzung am heutigen Dienstagabend um 17 Uhr erfolgen. Der Tagesordnungspunkt wurde gestern bereits von der Tagesordnung gestrichen, wie Felix Blersch, Pressereferent der Stadt, am Montag gegenüber dem Kreisbote bestätigte. 

Nun ist fraglich, ob das Strandbad im kommenden Sommer überhaupt geöffnet wird. 

Die Richter am VGH folgten mit ihrer Entscheidung vom Freitag einem Antrag der Neubaugegner um Harald Vauk. Diese hatte gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Augsburg Beschwerde eingelegt und beantragt, der Stadt per Zwischenverfügung zu untersagen, den Satzungsbeschluss jetzt zu fassen.

Um die „Schaffung vollendeter Tatsachen“ zu verhindern und den Antragstellern Rechtsschutz zu gewährleisten, ist der 4. Senat dem nun nachgekommen. Der Beschluss gilt, bis der VGH abschließend über die Beschwerde gegen eine Entscheidung der Augsburger Verwaltungsrichter entschieden hat. Diese hatten geurteilt, dass die Ablehnung eines von den Neubaugegnern gestarteten Bürgerbegehrens durch den Stadtrat rechtens war (der Kreisbote berichtete mehrfach). 

Die jetzt eingetretene Verzögerung des Verfahrens kann zur Folge haben, dass das Hopfener Strandbad im kommenden Sommer ganz geschlossen bleibt, wie Investor Fritz Schweiger auf Anfrage erklärte. Denn durch die Entscheidung des VGH vom vergangenen Freitag werde das gesamt Verfahren so verzögert, dass ungewiss sei, ob man rechtzeitig im Frühjahr mit dem Bau des neuen Gebäudes beginnen könne. 

Das geplante neue Gebäude mit Restaurant so weit zu verkleinern, wie von den Neubaugegnern gefordert, schloss er erneut aus. „Es geht um die Wirtschaftlichkeit“, erklärte er. „Wenn es nicht in der Größe zugelassen wird, gibt es kein Strandbad mehr.“

Außerdem sei er den Gegnern seiner Pläne in der Vergangenheit bereits mehrfach entgegen gekommen und habe sowohl die Größe des Gebäudes als auch der Terrasse reduziert. Komme es doch noch zu dem von Vauk und seinen Mitstreitern geforderten Bürgerbegehren, werde man alles tun, um diese Abstimmung zu gewinnen, so der Investor weiter. „Die Vereine in Hopfen stehen hinter uns!“

Matthias Matz

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