"Handyparken" soll eingeführt werden

Parken in Füssen wird ab 1. Januar teurer

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Wer ab dem 1. Januar auf dem Parkplatz in der Hopfener Uferstraße länger als drei Stunden parkt, muss pro angefangene Stunde einen Euro bezahlen.

Füssen – Parken in Füssen wird ab dem 1. Januar zum Teil spürbar teurer: Bei einer Gegenstimme hat sich der Stadtrat am Dienstagabend für höhere Parkgebühren ausgesprochen.

Damit folgte das Stadtparlament einer entsprechenden Empfehlung des Finanzausschusses. Gleichzeitig soll das sogenannte Handyparken eingeführt werden. Was sich bereits in der Sitzung des Finanzausschusses Mitte Oktober abzeichnete (der Kreisbote berichtete), ist seit Dienstagabend beschlossene Sache: Die Parkgebühren vor allem in den Ortsteilen werden ab dem 1. Januar zum Teil kräftig ansteigen. Die Stadtverwaltung erhofft sich dadurch Mehreinnahmen in Höhe von rund 250.000 Euro jährlich. 

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Stadt noch Einnahmen von rund 540.000 Euro. Laut der jetzt beschlossenen Neufassung der Parkgebührenverordnung soll künftig auf den städtischen Parkplätzen in den Stadtteilen – dazu gehören der Parkplatz am Alatsee, der große Parkplatz am Hopfener Campingplatz sowie der Platz in Bad Faulenbach – einheitlich zwischen 9 und 18 Uhr eine Gebühr von einem Euro (für eine Stunde) – und dann jeweils um einen Euro pro Stunde gestaffelt – bis zu vier Euro (Tagesgebühr) gezahlt werden. Im Bootshafen muss dagegen weiterhin bis 22 Uhr am Abend ein Ticket gezogen werden. Eine weitere Ausnahme gibt es auch in der Hopfener Uferstraße, wo bis 19 Uhr ein Ticket gelöst werden muss. Außerdem kostet hier ab drei Stunden (drei Euro) jede weitere Stunde einen zusätzlichen Euro. 

Gebühren werden ausgeweitet

Darüber hinaus sollen ab dem neuen Jahr auch Parkplätze kostenpflichtig werden, auf denen bisher noch umsonst geparkt werden durfte. Für sie gelten die gleichen Tarife wie für die genannten Parkplätze. Betroffen davon sind der Parkplatz Gipsbruchweiher in Bad Faulenbach, der Parkplatz am Strandbad Weißensee und der Parkplatz Vilser in Hopfen. Gezahlt werden (drei Euro) muss künftig auch auf dem bisher kostenlosen Parkplatz an der Saloberstraße/Alatsee – allerdings erst ab drei Stunden Parkdauer. Einig waren sich die Stadträte und Verwaltung auch, den Parkplatz am WEZ wieder von der Stadt bewirtschaften zu lassen. Das ist aber erst ab dem 1. April möglich.

Umsonst soll das Parken dagegen auf dem Platz östlich vom Wiesbauer bleiben. So sollen einheimische Spaziergänger und Ausflügler geschont werden. Mittels einer Stangenkonstruktion und Verbotsschildern soll aber verhindert werden, dass dort Camper weiterhin zum Übernachten parken. Tiefer in die Tasche greifen müssen künftig auch die Betreiber von Bus-Firmen. So sollen künftig für Busse auf dem Vilser-Parkplatz in Hopfen und am Bootshafen zehn Euro fällig werden. 

Darüber hinaus soll ab dem 1. Januar versuchsweise für drei Jahre das „Handyparken“ eingeführt werden. Das bedeutet, dass die Nutzer künftig mittels einer App auf ihrem Smartphone die Gebühren online entrichten können. Wichtig sei dabei, betonte Hauptamtsleiter Peter Hartl erneut, dass dabei für die Nutzer keine zusätzlichen oder versteckten Kosten entstehen. Die Verwaltung will nun mit zwei infrage kommenden Anbietern verhandeln. 

Verständigt hat sich das Gremium auch auf eine „Lösung“ für den Bereich nördlich der Kemptener Straße mit seinen innenstadtnahen Parkplätzen in der inneren Kemptener Straße, Glückstraße, Sonnenstraße, Frühlingstraße, Kirchstraße und Rudolfstraße – dort bleibt alles, wie es ist. Gegen das zunächst angedachte Anwohnerparken habe sich die Verkehrsbehörde ausgesprochen, teilte Hartl mit. Die Werbegemeinschaft „Gemeinsam wir“ wiederum wolle dort keine Beschränkung der Parkzeiten, da davon zahlreiche Arbeitnehmer in der Innenstadt betroffen seien.

mm

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