"Füssener Sternfreunde" erklären ihre Meteoriten

Eduard Peter (links) und Wolfgang Englert von den Sternfreunden zeigen hier zwei verschiedene Meteoriten, die man beim „Planetenweg“ in der Hinteren Gasse bestaunen kann. Berkmüller

Füssen –Mit dem Gründer der Füssener Sternfreunden, Wolfgang Englert,  hat Eduard Peter am vergangenen Samstag bei Regen die Schaufenster vom „Planetenweg“ in der Hinteren Gasse geöffnet. Und allen Interessierten von den verschiedenen Meteoriten erzählt, die dort präsentiert wurden. 

Sternschnuppen ist es egal, ob es regnet, wenn sie vom Himmel fallen. Sie beim Fallen beobachten zu können, ist allerdings Glückssache. Weitaus schwieriger ist es dann aber, den Sternenstaub auch noch zu finden. Unmöglich ist es jedoch nicht - wenn man weiß, wie und wo man Ausschau halten muss. Einer, der weiß, wie es geht, ist Eduard Peter von den Füssener Sternfreunden. Klein und groß sind die Meteoriten, eher aus Stein oder eher aus Eisen – „aber alle leicht magnetisiert, daran kann man sie erkennen“, erklärt Peter strahlend. Die kleinen Himmelskörper, ob von Komet oder Asteroid stammend, bringen so manche Augen zum Leuchten. Wer sie beim Glühen in der Atmosphäre beobachtet, kann sich etwas wünschen, sagt der Volksmund. Deshalb aufgepasst: Bis zum 26. Dezember sind die Ursiden zu sehen, ein Sternschnuppenschwarm, der aus dem Sternbild Kleiner Bär nahe dem Polarstern zu kommen scheint. Für dieses Jahr ist der Höhepunkt für die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember vorhergesagt, allerdings erst morgens. Es könnte jedoch einen zweiten Höhepunkt geben, etwa um vier Uhr nachts. Wolfgang Englert, früherer Lehrer für Naturwissenschaften und Gründer der „Füssener Sternfreunde“, überträgt seine Begeisterung für den Kosmos mühelos und gern auf seine Zuhörer. Und um diese auch am Erlebnis Astronomie teilhaben zu lassen, kann man zwischen November und März mit ihm zusammen auf dem Parkplatz des Füssener Gymnasiums ab 19 Uhr einen Blick in die unendlichen Weiten werfen (allerdings nur bei klarem Himmel). Durch die Teleskope kann man viele faszinierende Dinge am nächtlichen Himmel entdecken. Man kann sich mit den kundigen Hobby-Astronomen aber nicht nur über Meteorite und deren Zusammensetzung austauschen. Fundstücke können einer Vorabprüfung unterzogen werden. Wenn man dann die genaue chemische Zusammen-setzung erhalten möchte, können die Meteorite von den Füssener Sternfreunden in ein Labor nach Essen geschickt werden. Vom Wissen der Füssener Sternfreunde können alle profitieren: Ob bei der Himmelskörperfotografie wie sie Sternfreund Helmut Herbel (Trauchgau) betreibt, oder von der Entwicklung von Steckplanetarien (zur Darstellung der aktuellen Planetenkonstellation) und Sternkarten. ab

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