"Es geht immer noch besser"

Füssener Gymnasiasten wollen heute und morgen bei "Jugend forscht" überzeugen

+
Ryan Berg (v.l.), Pascal Emter und Caspar Krefft gehören zu den Füssener Schülern, die beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Schongau erneut antreten werden.

Füssen – Am heutigen Mittwoch, 28. Februar, und morgigen Donnerstag, 1. März, findet der Regionalwettbewerb Voralpenland von „Jugend forscht“ in Schongau statt.

Und mit dabei sind auch einige Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Füssen. Mit dreien davon hat sich im Vorfeld der Kreisbote unterhalten. Aufmerksam hörte ein Dutzend Schülerinnen und Schüler Caspar Krefft aus Steingaden zu: Der 17-Jährige demonstrierte mit seinem „Forscherkollegen“ Pascal Empter im Füssener Gymnasium, dass es ein „besonderes Longboard“ ist, das beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ die Jury diesmal etwas stärker begeistern soll als bei der Teilnahme zuvor. 

„Unser Longboard hat den Teilnehmerpreis bekommen. Die Jury stand nicht drauf“, kommentierte Caspar Krefft seine jüngsten Erfahrungen mit „Jugend forscht“. Gemeinsam mit Kumpel Pascal Empter war er nach dieser nicht gerade erfolgreichen Forscher-Premiere in Schongau daran gegangen, das eigene Projekt „Langes Fahrbrett“ weiter zu verbessern. Das Longboard, ein Vorgänger der Skateboards, haben die Oberstufenschüler technisch weiter aufgerüstet. Dabei spielte der ökologische Gesichtspunkt neben viel Spaß am Gestalten einen Schwerpunkt. „Wir fahren mit Solarenergie – und Musik“, betonte der Steingadener. 

Er führte auch gleich vor, wie er mit dem Handy die Boxen, die ins Longboard eingebaut sind, per Signal zum Klingen bringt. Und schon ertönte eine Klavierkomposition von Chopin aus dem Brett unter seinen Füßen. „Unsere langen Belastungstests auf einem Parcours in der Turnhalle sind zu unserer Zufriedenheit verlaufen“, so Caspar Krefft. „Es geht jedoch immer noch besser.“ Ein „Frauenmagnet“ sei das Longboard „definitiv schon heute“, wies er auf eine Nebenwirkung hin, die den beiden fast erwachsenen Schülern gut gefällt.

Milchsäure wird Klebstoff

Bewunderung und Anerkennung will Ryan Berg von ganz anderer Seite erhalten. Der elfjährige Füssener ist wieder mit frischen Ideen bei „Jugend forscht“ dabei. Er hat durchaus Chancen, sich für den Landeswettbewerb zu qualifizieren. Er hat, inzwischen als Einzelkämpfer, ein ausgeklügeltes „Fingerabdruck-Verfahren“ durch intensive Überlegungen und praktische Versuche optimiert. Das könne beispielsweise zur Überführung von Dieben herangezogen werden. 

Stolz berichtete Ryan, dass er auf die Idee gekommen sei, aus Milchsäure biologischen Klebstoff zu entwickeln. Anschließend führte er aus, wie dieser im praktischen Erkennungsverfahren eingesetzt werden könne. Dabei muss man schon mehr als nur eine vage Ahnung von chemischen und biologischen Grundlagen haben, um den Ausführungen des Elfjährigen folgen zu können, der so gern durch Mikroskop schaut. 

Viel Forschungsarbeit

Die Jury hingegen ist mit ihrem Wissensschatz bestimmt in der Lage zu beurteilen, ob es der Schüler, der 2017 mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde, tatsächlich verdient, sein neues Ergebnis auf der nächsthöheren Stufe von „Jugend forscht“ präsentieren zu dürfen. Lob für alle Teilnehmer aus dem Gymnasium Füssen, die in Schongau antreten, kam von Physik- und Sportlehrer Danilo Hagemoser: „Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Ideen in ihrer Freizeit als Projekt umgesetzt. Sie beschäftigen sich daheim viele Stunden mit ihrem Beitrag für diesen Forschungswettbewerb. Wir Lehrer halten uns zurück, stehen aber natürlich zur Verfügung, wenn Fragen bei der Projektarbeit auftauchen sollten.“

cf

Auch interessant

Meistgelesen

Sulzberger Nachwuchsfeuerwehr räumt ab
Sulzberger Nachwuchsfeuerwehr räumt ab
Die Lady Gaga der bayerischen Politik
Die Lady Gaga der bayerischen Politik
Illegaler Aufenthalt, Sozialleistungsbetrug und Urkundenfälschung
Illegaler Aufenthalt, Sozialleistungsbetrug und Urkundenfälschung
Historische Serie: Alte Wege – Alte Namen
Historische Serie: Alte Wege – Alte Namen

Kommentare