Auszeichnung beim Stadtratsessen

Füssener Ehrennadelträger: Zu Wasser und zu Lande sehr aktiv

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Für seine treuen, langjährigen und engagierten Einsätze in mehreren Vereinen ehrt Bürgermeister Paul Iacob (links) den ehemaligen Forggenseeschifffahrtskapitän Franz Ebentheuer (rechts). Mit ihrem Ehemann freut sich Leni Ebentheuer über die Auszeichnung.

Füssen – Traditionell verlieh Bürgermeister Paul Iacob (SPD) kürzlich im Rahmen des alljährlichen Stadträte-Essens die Ehrennadel und eine Ehrenurkunde der Stadt Füssen.

Heuer erhielt diese besondere Anerkennung für ehrenamtliche Dienste der ehemalige Kapitän der Forggenseeschifffahrt, Franz Ebentheuer. 

Lange Jahre, so Iacob, war Ebentheuer in verschiedenen Hopfener Vereinen aktiv. Für die Stadt arbeitete er bis zu seinem Schlaganfall als Kapitän der Forggenseeschifffahrt. Ebentheuer absolvierte die nötigen Schifffahrtspatente für jedes der vier Schiffe, die im Laufe der vergangenen Jahre auf dem Forggensee fuhren. Doch nicht nur auf dem Wasser fühlte sich der Kapitän für die Fahrzeuge verantwortlich. 

Als die MS „Füssen“ in die Stadt verfrachtet wurde, begleitete er den Transport mit Überbreite, der im über 500 Kilometer entfernten Kassel startete. „Da mussten alle Straßen- und Verkehrsschilder abmontiert werden“, erinnerte Iacob an die Aktion mit hohem Seltenheitswert. 

Um durch Unterführungen und Brücken zu passen, musste das Schiff in drei Teile zerlegt werden. Ambitioniert war der ehemalige Schifffahrts-Kapitän aber nicht nur, was seine Arbeit betraf. 

Seit Mai 1974 ist Ebentheuer aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hopfen. Bereits zwei Jahre davor trat er der Wasserwacht in Hopfen bei. In dieser Ortsgruppe ist er nicht nur seit 2002 im Vorstand, er kümmere sich ebenfalls um die Instandhaltung des Inventars. 

Beide Vereine, so der Bürgermeister, würden vieles selber machen. Ohne Ebentheuer gäbe es das Haus der Wasserwacht jedoch nicht so, wie es heute da stehe. „Er hat maßgeblich mit am Bau geholfen und dafür gekämpft“, betonte Iacob. 

An Ideen habe es dem ehemaligen Bootsführer ohnehin nie gefehlt. Auch habe teilweise nicht erst auf Genehmigungen gewartet. Auf Ebentheuers Einladung hin kam selbst der Stadtrat nach Hopfen, um sich ein Bild des „untragbaren Zustands“ des Feuerwehrhauses zu machen. 

Eine Erweiterung des Gebäudes kam dadurch schließlich aber in Gang, sagte der Bürgermeister. Als Dank für seine Verdienste hatten beide Vereine Ebentheuer als künftigen Träger der Ehrennadel vorgeschlagen. Der Ausschuss für Kultur, Soziales und Sport stimmte dem laut Iacob prompt auch zu. 

Feierlich überreichte Iacob die Ehrennadel und die dazu gehörige Ehrenurkunde jetzt im Luitpoldpark-Hotel an Ebentheuer. Den Stadträten dankte er anschließend dafür, dass sie auf ihr Sitzungsgeld für den Monat Dezember verzichtet hatten. Von dieser Summe soll der Bau einer Schule in Namibia unterstützt werden. 

Der Rathauschef war selbst nach Afrika gereist und brachte Bilder einer typischen afrikanischen Schule mit. „Für die kleinsten Kleinigkeiten brauchen sie dort unsere Hilfe.“ 

Und schon mit 500 Euro im Jahr könne eine afrikanische Schule mit allen notwendigen Mitteln wie Uniformen, Stiften und Unterrichtsmaterial versorgt werden, bat er die Stadträte, eine derartige Schulpartnerschaft zu überdenken.

sh

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