Bebauungspläne für Hopfen sollen heuer abgeschlossen werden

Streit ums Hopfener Strandbad: "Ein optimales Ergebnis"

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Diese Animation zeigt, wie sich das geplante neue Gebäude des Hopfener Strandbads künftig in die Umgebung einfügen soll.

Füssen – Für Bürgermeister Paul Iacob (SPD) ist die Sache klar: „Ich möchte, dass das Freibad diesen Sommer geöffnet ist!“, betonte er vergangene Woche im Gespräch mit dem Kreisbote.

Vor Weihnachten sollte der Stadtrat eigentlich den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Uferstraße Süd“ fassen, der auch den Bau des Strandbads in Hopfen reglementiert.

Doch die Gegner der Neubaupläne rund um Harald Vauk hatten zuvor einen Teilerfolg erzielt: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hatte entschieden, dass der Stadtrat vorläufig keinen Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Uferstraße Süd“ fassen darf (der Kreisbote berichtete mehrfach). 

Die Richter am VGH folgten mit ihrer Entscheidung kurz vor Weihnachten einem Antrag der Neubaugegner. Diese hatten gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Augsburg Beschwerde eingelegt und beantragt, der Stadt per Zwischenverfügung zu untersagen, den Satzungsbeschluss im Dezember zu fassen. Um die „Schaffung vollendeter Tatsachen“ zu verhindern und den Antragstellern Rechtsschutz zu gewährleisten, ist der 4. Senat dem nachgekommen. 

Der Beschluss gilt, bis der VGH abschließend über die Beschwerde gegen eine Entscheidung der Augsburger Verwaltungsrichter entschieden hat. Diese hatten geurteilt, dass die Ablehnung eines von den Neubaugegnern gestarteten Bürgerbegehrens durch den Stadtrat rechtens war. 

Bleibt Bad geschlossen?

Durch diese Verzögerungen könnte das Strandbad im kommenden Sommer geschlossen bleiben. Denn eigentlich wollte der Investor Fritz Schweiger im Frühjahr mit dem Bau des neuen Strandbads beginnen. Um dort doch einen Badebetrieb zu ermöglichen, hatte Vauk in der jüngsten Bürgerfragestunden gefordert, dass alle beteiligten Interessengruppen konstruktiv über das Projekt verhandeln und so zu einer Lösung kommen sollen. 

Das geplante Gebäude mit Restaurant so weit zu verkleinern, wie von den Neubaugegnern gefordert, schloss Schweiger im Gespräch mit dem Kreisbote im Dezember aber erneut aus. „Es geht um die Wirtschaftlichkeit“, erklärte er. „Wenn es nicht in der Größe zugelassen wird, gibt es kein Strandbad mehr.“ Außerdem sei er den Gegnern seiner Pläne in der Vergangenheit bereits mehrfach entgegen gekommen und habe sowohl die Größe des Gebäudes als auch der Terrasse reduziert. 

Auch Bürgermeister Iacob ist davon überzeugt, dass der Badebetrieb im Strandbad im kommenden Sommer nur stattfinden kann, wenn der Neubau steht. „Der See ist in Privateigentum“, erklärte der Rathauschef im Gespräch mit unserer Zeitung. Gleiches gilt für die Fläche, auf der das Strandbad steht. Die Stadt habe sehr lange mit der Erbengemeinschaft verhandelt, um zu den jetzigen Plänen zu kommen. „Ich bin dankbar, dass die Hopfener Stadträte voll hinter mir stehen“, fügte der Bürgermeister hinzu. „Ein besseres Ergebnis können wir gar nicht erreichen. Das ist für die Stadt ein optimales Ergebnis.“

Zweites Bürgerbegehren?

Die Gegner des Projekts sehen das aber anders. Derzeit seien sie erneut unterwegs, um Unterschriften für ein zweites Bürgerbegehren zu sammeln, sagte Iacob. „Sie arbeiten zum Teil mit Unwahrheiten.“ Um dem entgegenzuwirken, hat das Team rund um Investor Fritz Schweiger unter der Adressewww.profileconsult.de/strandbad-hopfensee-geruechte-und-fakten eine eigene Homepage eingerichtet.

Unabhängig vom Streit um das Strandbad will Iacob in diesem Jahr auch den Bebauungsplan „Hopfen – Uferstraße-Nord“ abschließen, der die Bebauung nördlich der Uferstraße regeln soll. Allerdings tritt das Verfahren seit Jahren unter anderem wegen juristischer Auseinandersetzungen auf der Stelle. Doch heuer soll es nach dem Willen des Rathauschefs nun endlich weiter gehen. „Das muss dieses Jahr über die Bühne gehen“, betonte er.

kk/mm

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