Iacob darf 2020 nicht mehr antreten

Bürgermeister auf der Zielgeraden

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Bürgermeister Paul Iacob blickt seinem letzten Jahr als Bürgermeister entgegen. Aus Altersgründen kann er bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr nicht mehr antreten.

Füssen – Seit 2008 im Amt, blickt Bürgermeister Paul Iacob (SPD) heuer seinem letzten Jahr als Chef der Füssener Stadtverwaltung entgegen.

Aus Altersgründen kann er bei der voraussichtlich im März 2020 stattfindenden Kommunalwahl nicht mehr antreten. Zu wissen, dass das neue Jahr sein letztes als Stadtoberhaupt werde, sei „ein merkwürdiges Gefühl“, so Iacob im Gespräch mit unserer Zeitung. Pläne für die Zeit danach hat er bereits. 

Voraussichtlich im März 2020 wird auch in Füssen ein Kommunalparlament und ein neuer Bürgermeister gewählt. Im Mai schließlich wird der neue Stadtrat mit Iacobs Nachfolger an der Spitze seine Arbeit aufnehmen. Eineinviertel Jahre Arbeit als Bürgermeister liegen also noch vor Iacob. „Dann ist das mit einem weinenden und einem lachenden Auge vorbei“, wie er sagt. 

Denn die vergangenen zehn Jahre als Bürgermeister der Lechstadt haben auch ihre Spuren hinterlassen. „Da ist ungeheuer viel Einsatz erforderlich“, beschreibt Iacob das Dasein als Bürgermeister. Denn er habe das Amt des Füssener Stadtoberhaupts und Verwaltungschefs immer auch als eine Berufung gesehen. „Ich habe mich von Anfang an mit einer ungeheuren Begeisterung in dieses Amt gestürzt und das Privatleben völlig zurück gestellt“, blickt er zurück. Geregelte Arbeitszeiten oder freie Wochenenden seien da die Ausnahme gewesen. 

Umso mehr freue er sich darauf, ab Mai 2020 wieder mehr Zeit für Privates zu haben. Unter anderem wolle er mehr durch die Welt reisen oder Bücher lesen, für die er bislang keine Zeit gehabt habe. 

Engagement in Afrika

Völlig arbeitslos wird der dann ehemalige Bürgermeister aber nicht sein. Schon seit geraumer Zeit beschäftige ihn der Gedanke, sich in Afrika sozial zu engagieren. Denn die künftige Entwicklung in Afrika werde Auswirkungen auf die Zukunft Europas und der ganzen Welt habe, ist er überzeugt. Die seit einigen Jahren anhaltenden Migrantenströme aus Afrika und dem Nahen Osten seien „nur der Anfang“, glaubt Iacob. Gezielte Hilfe vor Ort sei deshalb dringend nötig. „Die Menschen dort müssen zur Selbstständigkeit gebracht werden“, erklärt er. 

Außerdem werde er sich nach seiner Amtszeit als Bürgermeister weiterhin als Präsident des Vereins Via Claudia Augusta einbringen, kündigt er an.

mm

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