Füssens neue Kulturpartner

Schnappschuss aus der Ausstellung „Füssen – Cremona des Nordens“, die derzeit in der Italienischen Geigenbaustadt läuft. Wer die ebenfalls dort ausgestellten Stradivari-Geigen sehen will, muss erst durch die Räume mit Füssener Lauten. Foto: Stadt Füssen

Der Stolz war Bürgermeister Paul Iacob anzumerken: Zusammen mit Hauptamtsleiter Andreas Rist und Kulturamtschef Thomas Riedmiller durfte er nun verkünden, dass Füssen mit dem italienischen Cremona eine Kulturpartnerschaft eingegangen ist. Beide Städte verbindet der Geigenbau: Der nahm in Füssen seinen Anfang und erreichte in Cremona seinen Höhepunkt.

Der Kontakt zwischen Füssen und Cremona ergab sich erstaunlicher Weise auf einer Hausmesse der Füssener Firma Bihler. Dort war ein Mailänder Geschäftspartner namens Carlo Alberto Carutti anwesend – der zufällig auch Kunstmäzen ist. Über ihn stellte Iacob den Kontakt zu Cremonas Stadtvätern her. „Wenn Füssen der Großvater ist, ist Cremona der Enkel“, illustrierte Iacob die Gemeinsamkeit der beiden Städte in Sachen Geigenbau. Man habe sich dann gefragt, wie man Synergieeffekte schaffen könne, erläuterte Rist. Der erste Besuch einer Füssener Delegation fand im März 2010 statt. Kürzlich war gar eine 50-köpfige Füssener Gruppe zu Besuch in der italienischen Stadt. „Wir wurden sehr herzlich empfangen“, erinnert sich Rist. Von der Herzlichkeit, die sie erfahren habe, sei die gesamte Delegation begeistert gewesen. Ein Höhepunkt des Besuchs war die Ausstellung mit dem Titel „Füssen – Cremona des Nordens und die Laute“. Die läuft dort noch bis zum 9. Oktober während eines Festivals rund um die Geige, das jährlich stattfindet. Heuer, so Riedmiller, sind dort auch acht Füssener Lauten zu sehen sowie Gemälde und weitere Informationen über die Lech- stadt. Im kommenden Jahr soll im Kloster St. Mang im Gegenzug eine Cremona-Ausstellung zu sehen sein. Eine langfristige Kulturpartnerschaft beider Städte sei „mit Sicherheit besiegelt“, so Iacob. ps

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