Paul Iacob bleibt Bürgermeister

Bürgermeister Paul Iacob (Mitte) freut sich zusammen mit Altbürgermeister Dr. Paul Wengert (rechts) und Füssens SPD-Vorsitzender Ilona Deckwerth über den Wahlsieg. Foto: Schuster

Füssen – Die Füssener haben entschieden: Mit 58,7 Prozent haben sie Paul Iacob (SPD) erneut zum Bürgermeister gewählt. Ursula Lax, die von CSU und Freien Wählern nominiert worden war, kam auf 41,3 Prozent. Niedrig war jedoch die Beteiligung: Etwa jeder zweite wahlberechtigte Füssener blieb zuhause.

„Ich bin sehr glücklich“, erklärte Iacob am Sonntagabend im Rathaus, wo gegen 20 Uhr die Sektkorken knallten. Er verstehe das Ergebnis als Bestätigung von sechs Jahren guter Stadtpolitik. Enttäuscht zeigte sich Ursula Lax. „Es gab sicher einen Amtsbonus“, attestierte sie, nachdem sie Iacob zum Wahlsieg gratuliert hatte. Zudem sei die Stimmung in den vergangenen zwei Wochen umgeschwenkt. Sie versprach, die Dinge, für die sie im Wahlkampf eingetreten war, auch in der Stadtratsarbeit fortzuführen.

 „Ich reiche allen Fraktionen die Hand“, betonte der alte und neue Rathauschef anschließend im Hotel Luitpoldpark, wo er sich von den Füssener Genossen feiern ließ. „Ich hoffe, es wird kein Lager Iacob und kein Lager Lax geben“, hatte er zuvor im Gespräch mit dem Kreisboten in Bezug auf die kommenden sechs Jahre Stadtratsarbeit verkündet. Mehr noch als die CSU dürfte die SPD der Stimmenzuwachs freuen. Zwar wuchs die Fraktion der Christsozialen von sieben auf acht an, sie haben aber schon im aktuellen Stadtrat beinahe einen achten Mann. Denn man kann Günther Knauss (Bürgerblock), der mit der auslaufenden Stadtratsperiode aus dem Gremium ausscheidet, mit der CSU assoziieren. Knauss vertritt sogar offiziell CSU-Mitglieder in den Ausschüssen. 

Die SPD wartet mit drei neuen Gesichtern auf. Dagmar Rothemund, Wolfgang Bader und Brigitte Riedlbauer ergänzen die drei altebwährten Räte. Nicht zu vergessen: Bürgermeister Paul Iacob hat die siebte SPD-Stimme im Rat. Die Freien Wähler verlieren einen Sitz, warten aber mit dem überraschendsden Neuzugang auf: Kristina Schäfer, Tochter von Hannes Schäfer, dem Sprecher der Wasenmoos-Schwarzbauer, ist mit 30 Jahren die jüngste im Gremium und politisch noch kaum in Erscheinung getreten. Sie bekam den Sitz mit nur fünf Stimmen Vorsprung auf den nächsten FW-Bewerber. Über einen dritten Stadtrat in der Person von Bernhard Eggensberger dürfen sich Füssen-Land freuen. ps

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