FCF-Mitglieder segnen Investition für Fußballnebenplatz ab

Platzsanierung darf 12.000 Euro kosten

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FCF-Clubvorsitzender Rudolf Vieweger.

Füssen – Die Sanierungskosten des Fußballnebenplatzes im Weidach war jetzt Thema in der außerordentlichen Mitgliederversammlung des FC Füssen im Clubheim, zu der das FC-Führungsteam eingeladen hatte. Ergebnis: Maximal 12.000 Euro darf die Sanierung des kaputten Platzes aus Sicht des Fußballclubs kosten.

Das öffentlich zugängliche Feld steht hauptsächlich den Nachwuchs-Teams des Vereins zur Verfügung. Der Platz berge derzeit laut FC-Vorsitzendern Rudolf Vieweger „erhebliche Risiken, sich zu verletzen. Sein Zustand ist katastrophal.“

 Die Mitglieder legten die finanzielle Schmerzgrenze von 12.000 Euro in ihrer Versammlung fest. Das FCF-Führungsteam hatte dafür satzungsgemäß zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen und ebnete hier den Weg für die Sanierung des Nebenplatzes. Laut Vereinssatzung ist bei geplanten Ausgaben, die insgesamt 5000 Euro überschreiten, festgeschrieben, dass die Mitglieder dem amtierende Vorstand dafür grünes Licht geben müssen.

"Ja" zur Sanierung

 Für den Antrag zum geplanten Vorhaben „reicht eine einfache Mehrheit“, erläuterte Vorsitzender Vieweger vor den 36 Stimmberechtigen im Clubheim, die 35 Mal per Akklamation ihr „Ja“ signalisierten. Teilgenommen hatten an der einstündigen Versammlung, „überwiegend aktive Fußballer“, wie Vieweger feststellte.

Dass sich eine solche deutliche Mehrheit für eine Sonderausgabe in dieser Größenordnung finden werde, hatte sich im Club schon im Vorfeld abgezeichnet. „Der Nebenplatz, den es seit 2009 gibt, war 2014 schon in keinem guten Zustand mehr. 2015 gaben unserem Spiel- und Trainingsgelände die Hitze und eine ständige Belastung durch Fußball spielende junge Leute den Rest“, so Vorstandsmitglied Manfred Aichele in seiner Antragsbegründung. „Hier sind keine kleineren Reparaturarbeiten mehr sinnvoll. Dieser Platz braucht unbedingt eine umfassende und fachmännisch ausgeführte Sanierung.“

Durrer enthält sich

 Bei der Abstimmung gab es aber eine Enthaltung, die zu eine kurze Diskussion zwischen Hannes Durrer und dem Vorsitzenden sorgte. Durrer forderte zum Beispiel konkretere Infos darüber, ob und wie Füssen als Sportstadt dem Fußballclub hierbei unterstützen werde. Zuvor hatte Vieweger erklärt, dass Gespräche mit der Stadt geführt werden. „Wir werden Sponsoren gewinnen. In letzter Zeit sind Firmen sogar auf uns zugegangen.“ Sprich: aus dem derzeitigen „Acker“ soll mit vereinten Kräften in diesem Jahr wieder ein ansprechendes Fußballfeld werden.

Aichele informierte die Versammlung danach über das entsprechende Angebot einer Firma. „Erwartet werden Kosten in Höhe von knapp über 11.000 Euro. Wir werden noch weitere schriftliche Angebote einholen und diese mit großer Sorgfalt prüfen“, sagte er mit Blick auf die Enthaltung des früheren Clubchefs Durrer bei der Abstimmung.

 Kassier ist für Antrag

 „Es gibt“, so Aichele, „eine klare Begrenzung, welchen Betrag wir im Rahmen der Sanierung bereit und in der Lage sind auszugeben.“

Erika Henne, die für den Verein die Kasse führt, gab die Empfehlung, dem Antrag zuzustimmen: „Wir können mit ruhigen Gewissen an diese neue Aufgabe herangehen.“ Wie Erika Henne unterstrich, stehe der Fußballclub wirtschaftlich gut da. „Anders sieht es bei den Sportanlagen im Weidach aus“, meinte der Clubvorsitzende Vieweger. „Hier trainieren und spielen unsere zwölf Teams aus dem Nachwuchsbereich, vier FC-Vollmannschaften und der Club Türkgücü Füssen. Der Nebenplatz und der TSG Platz sind auch für Gästeteams eine Zumutung.“

Chris Friedrich

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