Arbeiten am Staudamm beginnen

Forggensee-Staudamm wird ab morgen gesperrt

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Der Forggensee-Staudamm bei Roßhaupten wird ab dem kommenden Mittwoch für den Auto-Verkehr gesperrt.

Roßhaupten – Die Straße über den Forggensee-Staudamm bei Roßhaupten wird ab dem morgigen Mittwoch, 11. April, bis voraussichtlich Mai 2019 für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Grund dafür sind Instandsetzungsarbeiten an der Talsperre. Die Umleitungen erfolgen über Füssen und Lechbruck. Für Radfahrer und Fußgänger bleibt der Staudamm geöffnet.

Während der Bauarbeiten am Staudamm besteht eine Vollsperrung der Kreisstraße OAL 1 für den motorisierten Verkehr. Darauf weist das Landratsamt Ostallgäu hin. Kraftfahrzeuge können die Talsperre in diesem Zeitraum weder von Roßhaupten noch von Halblech aus überqueren. Es werden zwei großräumige Umleitungsstrecken eingerichtet und ausgeschildert: von Roßhaupten über Füssen und Schwangau nach Halblech und umgekehrt. Und von Marktoberdorf über Lechbruck, Steingaden nach Halblech und umgekehrt.

Radfahrer und Fußgänger können den Staudamm während der gesamten Bauzeit passieren, teilt die Kreisbehörde mit. Fahrräder müssen allerdings geschoben werden. Beim Schulverkehr wird die Beförderung der Schülerinnen und Schüler sichergestellt. Sie werden in ihrer Schule und den Schulbussen der Regionalverkehr Allgäu GmbH-RVA informiert.

Der Landkreis bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis, dass es während der Bauarbeiten auf den Umleitungsstrecken zu erhöhtem Verkehrsaufkommen und Behinderungen kommen kann.

Die alte Straßenbrücke am Bernmoosbach war in der Vergangenheit nicht oft in ihrer vollen Schönheit zu sehen. Doch angesichts der anstehenden Bauarbeiten am Sperrwerk Roßhaupten liegt der Seespiegel des Forggensees derzeit so niedrig wie selten. Und während Spaziergänger das ungewohnte Terrain erkunden, sind die Mitarbeiter einer Spezialfirma für Tiefbohrungen und Baugrunduntersuchungen dabei, die Bohrstelle einzurichten.

Nötig wird das deshalb, weil von der Krone ausgehend Bohrungen niedergebracht werden, mit deren Hilfe sich die Firma Uniper, Betreiberin des Sperrwerkes in Roßhaupten, weitere Aussagen zur Situation im Untergrund erhofft.

Wie mehrfach im Kreisboteberichtet, hatte eine Langzeituntersuchung erhebliche Schäden im anstehenden Gestein zu Tage gefördert. Bestehende Klüfte hatten sich geöffnet bzw. ihre Füllung war erodiert. Auch der Damm selbst - ein mit Steinen aufgeschütteter Damm mit Lehmkern - ist beschädigt und muss nun saniert werden. Dazu sollen in einem ersten Schritt die Schäden genauer Untersucht und wo möglich, Hohlräume mit Hilfe von Injektionen stabilisiert werden. 

Erst dann soll eine Schlitzwand, die weit in das anstehende Gestein eindringen wird, den Damm neu abdichten. Bis es soweit ist, müssen aber Daten über den Untergrund gesammelt werden, dazu werden Bohrungen abgeteuft, die so nur von der Straße auf der Dammkrone aus möglich sind. Deshalb auch die Straßensperrung.

Das weitere Vorgehen der Firmen, auch was den Aufstau des Forggensees anbelangt, hängt entscheidend von den anstehenden Untersuchungen ab.

gau

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