Weniger Verkehr und Ärger

Füssener Fußgängerzone: Räte befürworten grundsätzlich automatische Polleranlage

Automatische Poller auf Straße
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Bürgermeister Maximilian Eichstetter will künftig mit automatischen Pollern Autos aus der Fußgängerzone fernhalten.

Füssen – Das Thema automatische Polleranlagen für die Fußgängerzone darf die Füssener Stadtverwaltung weiter verfolgen. Das hat jetzt der Stadtrat einstimmig genehmigt. Damit möchte die Stadtverwaltung Autos, die sich immer wieder verbotenerweise in die Fußgängerzone verirren und für Ärger sorgen, in den Griff bekommen. Wo genau die Poller hinkommen sollen, das wollen die Räte aber noch genauer diskutieren. 

Außer den verkehrsrechtlichen Anordnungen und entsprechenden Schildern hindert Autofahrer derzeit kaum etwas daran, in die Fußgängerzone zu fahren. Dabei sind gerade in den Sommermonaten hier unzählige Passanten unterwegs. „Füssen ist europaweit bekannt“, sagte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU). Und gerade durch die Augsburger Straße ergebe sich ein großes Gefahrenpotential. Von hier könnte man einfach geradeaus in die Reichenstraße weiterfahren.

Eine automatische Polleranlage könnte das verhindern und auch den Verkehr über die Ritterstraße und den Schrannenplatz sowie die Einfahrt in den Klosterhof an der Lechhalde begrenzen. „Da müssen wir aber noch darüber reden“, meinten jedoch Martin Dopfer (Füssen-Land) und Jürgen Doser (FWF) mit Blick auf die Ritterstraße. Beide hatten sich bereits im September in der Sitzung des Verkehrsausschusses kritisch zu einer dauerhaften Sperrung geäußert (der Kreisbote berichtete).

Rost kein Thema

Deshalb schlug Eichstetter vor, dass sich die Räte darüber Gedanken machen sollten. Die entsprechenden Vorschläge würde die Stadtverwaltung dann sammeln und in der Sitzung des Verkehrsausschusses zur Diskussion stellen.

Andere Bedenken hatte Christine Fröhlich (FWF). Ihr sei zu Ohren gekommen, dass Schnee und Salzwasser zu Problemen mit den Polleranlagen führen könnten. „Das war vor zehn Jahren so“, weißt jedoch Eichstetter aus Gesprächen mit Herstellern. „Mit der neuen Generation ist das nicht mehr Thema.“

Sich näher mit den Polleranlagen zu beschäftigen, war für Dr. Martin Metzger (BfF) zwar in Ordnung. Grundsätzlich sollten sich die Räte aber fragen, für wen sie die Straßen schließen. Denn brauchen Einsatzkräfte im Notfall drei verschiedenen Schlüssel bzw. Fernbedienungen, um drei unterschiedliche Poller zur Seite zu schaffen, mache das Ganze wenig Sinn. „Das gleich Problem haben andere Städte auch“, erwiderte der Rathauschef. In diesem Fall würde eine Fernbedienung für alle Poller reichen.

Da die Räte einstimmig den Vorschlag der Stadtverwaltung begrüßten, soll diese nun das Thema weiterverfolgen. Außerdem soll sie das bereits geplante Städtebauliche Konzept „Oberflächengestaltung & Barrierefreiheit“ im Zuge des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonezpts (ISEK) vorantreiben und den Oberflächenumbau in der Reichenstraße, insbesondere im Hinblick auf Barrierefreiheit, vorbereiten. Bei dem Umbau soll dann auch die Polleranlage berücksichtigt werden.

kk

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