Flüchtlinge und Deutsche feiern ausgelassen unter dem Motto "Musik und Begegnungen"

Multikulti-Party am Forggensee

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Beste Stimmung mit Multikulti: Die Veranstaltung „Musik und Begegnung“ findet viel Anklang im Festspielhaus.

Füssen – Mehr als 200 Menschen feierten jetzt eine große Party in der Lounge des Festspielhauses. Unter dem Motto „Musik und Begegnungen“ vergnügte sich ein bunt gemischtes Publikum aus Einheimischen, Gästen und Asylbewerbern aus mehreren Ländern bei jeder Menge Tanz, Konversation und musikalischen Darbietungen.

Zu dem Abend mit „Musik und Begegnungen“ hatte das Jazzelsteiner Rock- und Bluesensembles, der Rotaryclubs Füssen-Reutte sowie des Arbeitskreises Asyl Füssen aufgerufen. Mit ihrer Musik hatten die Jazzelsteiner zuvor bereits in Pfronten und Nesselwang dazu beigetragen, dass sich Deutsche und Flüchtlinge näherkommen konnten.

So hieß der Präsident des Rotaryclubs, Peter Jung, die Besucher auch in Füssen willkommen, den Jazzelsteinern und dem Arbeitskreis Asyl dabei zu folgen, „ein leuchtendes Beispiel“ dafür zu sein, „sich für eine starke Gemeinschaft zu engagieren.“ Schließlich müssten „wir eingesessenen Bürger strategisch und solidarisch den großen Herausforderungen begegnen, die die riesige Flüchtlingswelle mit sich bringt“, bemerkte Jung weiter.

 Er fügte außerdem hinzu: „Nehmen wir uns alle ein Beispiel an den Menschen, die in einer außergewöhnlichen Situation Außergewöhnliches leisten und gegenüber den zu uns kommenden Flüchtlingen eine vorbildliche Aufnahme- und Hilfsbereitschaft praktizieren.“ Damit gab er den offiziellen Startschuss zu einem sehr stimmungsgeladenen musikalischen Programm voller internationaler Klänge. Das eröffneten die Jazzelsteiner Jürgen Schulz, Wolfgang Neumayer, Hans-Peter Matiak, Till Twardy, Jochen von Eichmann, Georg Stöger und Florian Mayer unter dem kräftigen Applaus des Auditoriums.

Dabei gaben sich Jazz- und Rockklassiker, wie etwa „Sunny“, „Ain´t no sunshine“ und „Summertime“ sowie afrikanische und orientalische Trommelrhythmen die Klinke in die Hand. Dabei brachten sowohl Deutsche als auch syrische, senegalesische, afghanische, pakistanische und somalische Flüchtlinge beim Tanzen ihre Lebensfreude zum Ausdruck. Einen besonders starken Eindruck hinterließen Jakob Beyene und Zaher Kalaji. Beyene sang auf Eritreisch und begleitete sich dabei selbst mit einer Krar.

Der 20-jährige Zaher Kalaji berichtete dagegen auf deutsch von seiner Flucht nach Deutschland. Der Syrer machte am Ende seiner packenden Schilderungen ein laut bejubeltes Kompliment, indem er sagte: „Die Leute in Füssen sind sehr nett.“

kb

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