Große Mehrheit der Bürger will den alten Kiosk erhalten

Strandbad: Weißenseer wollen Bürgerentscheid

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Die Diskussion um das Weißenseer Strandbad lässt derzeit im Ortsteil die Emotionen hochkochen. Während die Ortsansässigen Pavillon (vorne) und Kiosk (MItte) erhalten wollen, sind Verwaltung und Stadtrat für einen Neubau auf der Liegewiese (im Hintergrund).

Füssen/Weißensee – Mit einem Bürgerentscheid wollen die Weißenseer Vereine und Bürger ihr Strandbad erhalten. Am Montagabend sprach sich eine Versammlung von etwa 150 Weißenseern im Schützenhaus mit überwältigender Mehrheit dafür aus, ein Bürgerbegehren zu starten. Ziel ist, per Bürgerentscheid den umstrittenen Neubau des Kiosks zu verhindern.

Das teilte der Weißenseer Stadtrat Christian Schneider (Füssen-Land) am Dienstag auf Nachfrage des Kreisbote mit. Damit regiert die Bevölkerung des Ortsteils auf eine Entscheidung des Stadtrats in der vergangenen Woche, wonach an dem umstrittenen Um- und Neubau des Weißenseer Strandbades festgehalten werden soll (der Kreisbote berichtete). 

Im Zuge eines Bürgerbegehrens müssen die Weißenseer nun zunächst eine bestimmte Anzahl an Unterschriften sammeln, damit ein Bürgerentscheid überhaupt möglich wird (Quorum). Wie hoch dieses ist, war am Dienstagnachmittag zunächst nicht mehr im Füssener Rathaus zu erfahren. „Wir werden die Unterschriften jetzt sehr schnell sammeln“, kündigte Schneider unterdessen an. 

So sollen beispielsweise an Supermärkten Stände aufgebaut werden. Die Unterstützungsunterschriften für ein Bürgerbegehren können frei gesammelt werden. Die Unterzeichner müssen über 18 Jahre alt und seit mindesten zwei Monaten Gemeindebürger (Kreisbürger) sein. Eine genaue Frage müsse zunächst noch ausformuliert werden, erläuterte Schneider. 

Die derzeitige Stimmung im Füssener Ortsteil Weißensee beschreibt Schneider als sehr entschlossen. „Das sitzt schon tief“, spielt er auf die Entscheidung des Stadtrates vom Dienstag vergangener Woche an. Denkbar knapp mit 12:12 hatte das Gremium entschieden, die Planungen für einen Neubau der Einrichtung ungeachtet des Widerstands der Einheimischen fortzusetzen. „Ich finde es schade, dass es überhaupt so weit kommen musste“, so Schneider, der einer der Motoren des Widerstands ist.

Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie in der kommenden Samstagausgabe des Kreisbote.

Matthias Matz

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