Bundeswehr heißt mit einem Appell Soldaten aus dem Afrika-Einsatz willkommen

Unbeständige Sicherheitslage

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Das Musikkorps erinnert an die Gefahren des Afrika-Einsatzes. Es spielt „Hallelujah“ für zwei Hubschrauberpiloten, die bei einem Absturz ums Leben gekommen sind.
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Das Musikkorps erinnert an die Gefahren des Afrika-Einsatzes. Es spielt „Hallelujah“ für zwei Hubschrauberpiloten, die bei einem Absturz ums Leben gekommen sind.
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Das Musikkorps erinnert an die Gefahren des Afrika-Einsatzes. Es spielt „Hallelujah“ für zwei Hubschrauberpiloten, die bei einem Absturz ums Leben gekommen sind.

Füssen – Die freundschaftliche Brücke der Stadt Füssen zu ihren Soldaten hält auch dann, wenn diese 6000 Kilometer entfernt in Afrika im Einsatz sind.

Beim Einsatzrückkehrerappell für die Gebirgsaufklärer am vergangenen Donnerstag betonte Bürgermeister Paul Iacob (SPD) in seiner Ansprache auf dem TSG-Sportplatz im Weidach: Den Soldaten sei mit „Respekt zu begegnen“. Ihr Einsatz in Mali und Somalia diene dem Ziel, Frieden auch in diesem Teil der Welt zu sichern. 

Spielende Kinder, unverschleierte Frauen, sogar familiäre Feste und Konzerte mit Gitarrenmusik: Das sei, so Kommandeur Oberstleutnant Marc Paare, vor Ort in Mali ein schönes, aber auch trügerisches Bild. Die Angst vor den überraschenden Terroranschlägen herrscht nicht allein bei den Frauen zuhause. Auch die Soldaten, die jetzt heilfroh wieder bei ihren Familien sind, denken mit Sorge an die Kameraden, die noch in Mali stationiert sind. 

Vor Augen geführt wurde die alltägliche Gefahr im Afrika-Einsatz durch das Musikkorps. Im Gedenken an zwei kürzlich bei einem Absturz ums Leben gekommene Hubschrauberpiloten intonierte es Leonhard Cohens berührenden Song „Hallelujah“.

Große Betroffenheit

Als Katja Leßmeister in ihrer emotionalen Rede die Gäste an den Gefühlen einer Soldatenfrau teilnehmen ließ, deren Mann mit den Gebirgsaufklärern in Afrika seinen Auftrag erfüllt, herrschte unter den Ehrengästen und am Appell teilnehmenden Bürgern große Betroffenheit. 

Wie Leßmeister ausführte, sei die Angst um ihren Mann und seine Kameraden zum ständigen Begleiter geworden. Rational, so die Rednerin, stehe sie hinter dem Einsatz dieser Friedensmission – ihre Gefühlswelt aber sei nachhaltig erschüttert. 

Im Rückblick auf die „Stabilisierungsmisssion“ in Mali (MINUSMA) sagte Paare: Die Sicherheitslage sei weiterhin unbeständig. Deutschland habe „ein erhebliches Interesse daran, Terrorismus, Kriminalität und Verarmung, die mittelfristig starke Auswirkungen auch auf Europa haben können, gemeinsam mit seinen europäischen und internationalen Partnern entgegenzutreten“. 

In diesem Zusammenhang bleibe die Stabilisierung Malis „eine der drängendsten Aufgaben in der Sahel-Region“. Dazu diene auch die Ausbildungsmission, „um die malischen Streitkräfte zu befähigen, die territoriale Integrität des Landes zu gewährleisten und ein sicheres Umfeld zu garantieren“. 

Glück und Gottes Hilfe

Die Gebirgsaufklärer übernehmen im Rahmen ihrer Mission unter anderem Schutz und Unterstützungsaufgaben sowie Lufttransporte. Oberstleutnant Paare betonte: Die Gebirgsaufklärer sind gut ausgebildet und bereiten sich in Übungen auf die nächste Misssion vor. „Für uns ist wichtig, dass wir diesen Rückhalt in der Heimat haben!“ Nicht zuletzt brauche eine Gruppe im Einsatz auch Glück und Gottes Hilfe, „um die Welt ein Stück besser zu machen“. 

Es heiße im Bataillon: „Jetzt erst recht!“ Den markanten Abschluss des Appells, an dem selbstverständlich die Fahnenabordnungen der regionalen Veteranenverbände teilnahmen, setzten dann die Füssener Böllerschützen mit ihrem Salut.

Chris Friedrich

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