Gebirgsaufklärer präsentieren sich Mittelschülern

Starten verboten: aber in Fahrzeuge der Bundeswehr klettern, war hier unter der Aufsicht von Soldaten natürlich erlaubt. F:cf

Füssen  – Die Allgäu Kaserne hatte kürzlich zum „Tag der Schulen“ eingeladen. Hier lernten insgesamt rund 100 von Lehrern begleitete Schüler der Mittelschule Füssen an ganz unterschiedlichen Stationen kennen, was Soldaten „den ganzen Tag wirklich tun“. 

Einen Einblick ins Berufsleben, das sich von den Darstellungen in Action-Filmen und Computerspielen total unterscheide, versprach Oberstleutnant Ulrich Schmidt-Narischkin bei seiner kurzen Begrüßung den Jugendlichen. Das weckte Neugier, die sich bei unge- zwungenen Kontakten zwischen den Soldaten und Schülern in mehreren Stunden noch weiter steigern und sicher - bei dem einen oder anderen - auch stillen ließ. 

„Ich stamme aus dem hohen Norden, aus der Gegend an der Ostsee und habe schon einige Standorte in Deutschland kennen gelernt, bevor ich ins schöne Allgäu kam“, stellte sich Schmidt-Narischkin vor. Der groß gewachsene Oberstleutnant hat das Aufklärungsbataillon 230 unter sich. Wie er den Jugendlichen versprach, werde es auf dem Exerzierplatz später insbesondere um den Schwerpunkt „gebirgsspezifische“ Fertigkeiten gehen. Im Klartext: Mädchen und Buben durften erfahren, wie mühsam es ist, sich mit einem über 20 Kilogramm schweren Rucksack vorwärts zu bewegen. „Eine Stunde, ein Kilometer“, lauten die Erfahrungen von ausgerüsteten Soldaten im ansteigenden Gelände. Der Begrüßung der Schüler in den letzten Jahrgangsstufen hatte sich auch Oberstleutnant Boris Junk vom Logistik-Bataillon 8 angeschlossen. Er ist erst seit wenigen Monaten in der Allgäu Kaserne im Einsatz (der KREISBOTE berichtete). „Unsere Absicht ist, den Jugendlichen die Aufgabengebiete und das Berufsbild des Soldaten, insbesondere hier am Standort, so praxisnah wie möglich zu vermitteln“, erklärten die Offiziere gegenüber dem KREISBOTEN. 

Darüber hinaus stellten sie den Schülerinnen und Schüler aber auch die zivilen Berufe vor, die hinter den Kasernenmauern erlernt und ausgeübt werden können. An den einzelnen - von Soldatinnen und Soldaten auf dem Exerzierplatz der Allgäu Kaserne präsentierten - Stationen stellten die Jugendlichen Fragen zu den Fahrzeugen, dem technischen Gerät und den Waffen, die sie aber nicht anfassen durften. 

Diese Gelegenheit nutzten die Schüler gut aus. Es war dann auch schon Zeit für die „Mittagsverpflegung“. Einsteigen und in militärischen Fahrzeugen mitfahren, war dabei natürlich ein Highlight des Besuchs auf dem Kasernengelände. Eingeteilt in vier Gruppen besuchten die Schüler hier vor dem Abmarsch noch mehrere Stationen.

Im Unterricht werde der Erlebnistag „noch nachbereitet“, betonte Wolfgang Bader im Namen der begleitenden Lehrer. Dann ist sicherlich auch ein Thema, dass Schmidt-Narischkin seine Aufklärer im Vergleich mit den Logistikern den Jugendlichen als „die coolere Truppe“ angekündigt hatte. cf

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