Soll der Kiosk stehen bleiben?

Umfrage: Neuer Kiosk für das Weißenseer Strandbad? – Stimmen Sie ab!

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Die Weißenseer wollen den jetzigen Kiosk am Strandbad erhalten. Deshalb sammeln sie Unterschriften, um einen Bürgerentscheid zu erreichen.

Füssen/Weißensee – Erhalt des bestehenden Kiosk oder Neubau eines modernen Bistros mit Kaffeerösterei auf der benachbarten Liegewiese?

Um diese Frage hat sich in den vergangenen Wochen ein erbitterter Streit entzündet. Fast geschlossen wehren sich die Weißenseer gegen die Entscheidung des Stadtrats für einen Neubau und wollen mit einem Bürgerentscheid „ihren“ Kiosk retten. Uns interessiert nun die Meinung aller Füssener: Soll der alte Kiosk an seinem jetzigen Standort erhalten bleiben oder ein Neubau kommen? 

Bei ihrem Kampf um den Erhalt des alten Strandbad-Kiosk können die Weißenseer offenbar auf eine breite Unterstützung der Bevölkerung bauen: Bis vergangenen Donnerstag hatten bereits rund 1000 Menschen das Bürgerbegehren unterschrieben, wie Mit-Initiator und Stadtrat Christian Schneider (Füssen-Land) auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Eine exakte Auszählung soll an diesem Wochenende erfolgen. Insgesamt benötigen die Gegner des Neubaus bei 11.895 wahlberechtigten Füssenern mindestens rund 1070 Unterschriften (neun Prozent der Wahlberechtigten). „Dass wir das schaffen, daran habe ich überhaupt keine Zweifel“, sagte Schneider. 

Wird dieses Quorum erreicht, muss laut bayerischer Gemeindeordnung zunächst der Füssener Stadtrat innerhalb eines Monats nach Einreichen des Begehrens über die Zulässigkeit entscheiden. Stellen die Ratsmitglieder diese fest, muss binnen drei Monaten an einem Sonntag der Bürgerentscheid stattfinden. Entscheidend dabei ist die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Allerdings ist der Bürgerentscheid nur dann wirksam, wenn diese Mehrheit mindestens 20 Prozent der Stimmberechtigten beträgt. Damit soll verhindert werden, dass bei geringer Beteiligung eine sehr kleine Minderheit Fragen für die gesamte Bürgerschaft entscheidet. 

Während die Weißenseer zuversichtlich sind, das Quorum zu erreichen, warnte Bürgermeister Paul Iacob (SPD) unlängst im Gespräch mit dem Kreisbote vor den zu erwartenden hohen Kosten und der zu befürchtenden Verzögerung des Neubau-Projekts im Falle eines Bürgerentscheids. „Ich hoffe und wünsche mir von den Füssenern, dass sie sehen: Nur mit Qualität kommen wir nach vorne“, so Iacob. Gleichzeitig warf er den Neubau-Gegnern vor, mit zweifelhaften Methoden Stimmung zu machen. 

Vor dem Hintergrund der hitzigen Debatte möchte der Kreisbote von seinen Lesern wissen, wie sie zu den Plänen für das Weißenseer Strandbad stehen. Die anonyme Umfrage findet noch bis kommenden Mittwoch, 21. Februar, statt. 

Matthias Matz

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