"Gelassen durchs Leben gehen"

„Schaffen Sie sich Rückzugszonen“, ist ein Tipp, den das Referentenpaar Gerda und Dr. Michael Fitz bei den „Füssener Kurgesprächen“ den knapp 100 Zuhörern gab. Foto: cf

Im Großen Vortragssaal des Franziskanerklosters in Füssen blieb kürzlich beim Vortrag von Gerda und Dr. Michael Fitz aus Stuttgart kein einziger Stuhl frei. Thema des einstündigen Referats war „Gelassen durchs Leben gehen“. Pater Michael vom Organisationsteam der „Kurgespräche“, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, begrüßte die Zuhörer „aus nah und fern“. Das Referentenpaar – sie mit pädagogischem Beruf, er ist Volkswirt – gestaltete bereits zum zweiten Mal hier einen Vortragsabend und trug erneut im spielerischen Wechsel seine Thesen vor.

Das Doppel kam bei den Besuchern des Vortrags gut an. In der anschließenden Diskussion wurden beide Referenten für ihre Tipps gelobt. Das Publikum im voll besetzten Saal war auch bereit, bei den einzelnen Atemübungen mitzumachen. Auf die Beschreibung starker Hemmnisse der Gelassenheit im Alltag folgten Anregungen zur Problemlösung. Mit Hinweis auf zahlreiche Studien gab Dr. Fitz den Hinweis: Manche Menschen empfinden den Stress gar nicht belastend oder bedrohend, sondern sehen darin eine zu lösende Herausforderung – sie denken positiv. „Nicht der potentielle Stressauslöser ist ausschlaggebend, ob man Stress erfährt und krank wird, sondern wie der Einzelne den Auslöser interpretiert und mit ihm umgeht“, so die Schlussfolgerung in seiner Beschreibung. Auf den Punkt gebracht: „Was uns niederdrückt und es erschwert, das innere Gleichgewicht zu wahren, sind meist nicht die äußeren Geschehnisse, sondern die eigenen Gedanken und negativen Emotionen.“ Das Referentenpaar skizzierte die Wege zur Gelassenheit. „Der wohl wichtigste Schlüssel“ hierzu sei die Achtsamkeit. Gerda und Michael Fitz verdeutlichten dies mit Beispielen aus Familien- und Berufsleben. Ein Tipp war: Essen nicht herunter schlingen, sondern dabei auch wirklich jeden Bissen genießen. Gelassener geht auch der durchs Leben, der sich regelmäßig Mußestunden gönne und „diese in den normalen Alltag einbaut“. Die Referenten gaben abschließend auch Hinweise auf Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung und Autogenes Training. „Nicht zuletzt sind Aktivitäten in der Gruppe ganz wichtig“, betonte das Paar.

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