Lehrer und Hobbykabarettist Werner Gerl sorgt mit "Der pure Mannsinn" für viele Lacher

Eine Füllmenge von zwölf Halbe

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Wirklich witzig: „Der pure Mannsinn“, mit dem sich Werner Gerl auf der „Blauen Bühne“ präsentiert.

Schwangau – Ein Gymnasiallehrer aus München hat mit seinem jüngsten Auftritt auf der „Blauen Bühne“ die Herzen des Publikums in der voll besetzten Alpseestube erobert. Die über 100 Besucher spendeten Werner Gerl am Ende seines ca. zweistündigen Programms „Der pure Mannsinn“ langen Beifall.

Der 49-jährige Deutsch- und Geschichtslehrer aus Oberbayern stellte an diesem Abend höchst geistreich sein großes komödiantisches Talent unter Beweis. Dabei widmete sich Gerl in seinem dritten Soloprogramm mit fast professioneller Souveränität vor allem dem Thema „Mann und Frau“.

Er berichtete unter anderem davon, wie ihm ein Bekannter mitgeteilt habe, dass „meine Frau mit meinem besten Freund abgehauen“ sei und ihm dieser jetzt total abgehe. In puncto Mimik und Gestik sowie einem passenden Hütchen auf dem Kopf schlüpfte er schauspielerisch perfekt in die Rolle eines bayerischen Bierdimpfels. Dieser erklärte, dass er eine Vegetarierin kenne, die „nicht einmal eine Fleischtomate“ anfasse und man eine „fette Vegetarierin“, dort, wo er herkomme, „eine Biotonne“ nenne.

Darüber hinaus gab er zu, dass er keine Zeitung mehr, sondern nur noch die Etiketten auf Lebensmittelverpackungen lese, weil es dort wirklich „noch um Inhalte“ gehe. Mit Blick auf die darauf angegebenen Füllmengen, erklärte er: „Meine Füllmenge sind zwölf Halbe.“ Kein Wunder, dass er damit „von meinem Vater die Leberwerte“ übernommen habe. Allgemein sollten sich „die Jungen wieder mehr an den Werten der Alten“ ausrichten, meinte er.

Pointen wie am Fließband

Zwar dürfte mancher den ein oder anderen Witz dieses Abends schon einmal von jemand anderem gehört haben. Dennoch gelang es Gerl in brillanter Weise, die Besucher mit seinen vorgetragenen Gags amüsant zu unterhalten. Demzufolge jagte wie am Fließband eine Pointe die andere, wobei Gerl abwechselnd weibliche und männliche Klischees aufs Korn nahm.

Demnach sei „für Männer Fußball die schönste Nebensache der Welt“, wogegen „für Frauen Shopping die schönste Hauptsache der Welt“ sei. Während er nach der Pause demonstrierte, dass er außerdem im bayerischen noch in anderen Dialekten kommunizieren könne, bewies er, dass er sich auch mit der ganz großen Politik beschäftige. So machte er zum Beispiel deutlich, „dass Barack Obama keine Eltern hat“, da er ja schließlich im „Waisenhaus“ wohne.

lex

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