Umweltminister Huber soll sich der Verlandung des Stausees annehmen

Masterplan für den Forggensee

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Heimische Politiker um Landrätin Maria Rita Zinnecker fordern einen Masterplan für den Forggensee und bitten die Landespolitik um Hilfe.

Roßhaupten – Umweltminister Marcel Huber (CSU) wird sich persönlich ein Bild vom sogenannten Verlandungsproblem am Forggensee machen. Das teilte das Landratsamt Ostallgäu mit. Landrätin Maria Rita Zinnecker fordert unterdessen einen Masterplan für das Gewässer.

Die Problematik der zunehmenden Verlandung des Forggensees ist seit Jahren bekannt. Nun scheint Bewegung in die Angelegenheit zu kommen. Bei einem gemeinsamen Termin mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten, den Anrainergemeinden sowie den Abgeordneten Dr. Paul Wengert (SPD) und Bernhard Pohl (FW) wurde besprochen, dass ein Masterplan zu Erhaltung des Sees sinnvoll wäre. 

Der Forggensee wird derzeit nahezu komplett abgelassen, um die Bauarbeiten am Staudamm bei Roßhaupten zu ermöglichen.

Als erster Schritt ist nun zunächst eine Ortsbesichtigung mit Umweltminister Marcel Huber in Planung. „Der Freistaat ist als Eigentümer mit in der Pflicht. Daher ist es mir ein großes Anliegen, den Minister vor Ort zu haben“, so Landrätin Zinnecker. Nachdem, wie bereits mehrfach berichtet, ein Aufstau zum 1. Juni ausgeschlossen ist, fordert die Landrätin als Kompensation für die Anrainergemeinden einen Vollstau bis Anfang November. 

Für den Landkreis und die Anrainergemeinden sei klar, dass die touristischen Einbußen durch einen verspäteten Aufstau während der Hauptsaison kaum auszugleichen sind. Zinnecker ist sich mit den Vertretern der betroffenen Gemeinden aber einig, dass ein späterer Vollstau dann bis Anfang November bleiben müsse. Diese Forderung hat sie nach Angaben des Landratsamtes in Marktoberdorf bereits an die Betreiberfirma Uniper heran getragen. 

Mit einer längeren Aufstauung des Sees sei für die Region eine Kompensation möglich. Gerade die Herbstmonate seien von der Witterung und Frequentierung ein guter Zeitraum, dem ein vollgestauter See gut zu Gesicht stehen würde, so Zinnecker. Die Schifffahrt, Bootsverleiher, Vermieter und gastronomische Betriebe könnten von diesem neuen Landschaftsbild profitieren. Von Seiten des Kraftwerksbetreibers Uniper sei dieser längere Aufstau durchaus möglich. 

Uniper teilte unterdessen mit, dass die Erkundung des Baugrunds durch Bohrungen und deren Analyse planmäßig fortgesetzt werde, ebenso die Injektionsbohrung. Das gelte auch für die Injektionen zur Stabilisierung des Dammuntergrunds. Ende vergangener Woche sind laut Unternehmensangaben auch große Teile der Unterkonstruktion für die Fußgänger- und Radfahrerumleitung fertiggestellt worden, so dass der Anschluss an die höher liegende Straße nun in Angriff genommen werden kann.

kb/mm

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