Neues Hotel darf kommen

Gemeinderat Reutte segnet Hotelprojekt oberhalb der Alpentherme Ehrenberg ab

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So soll einmal das Hotel oberhalb der Alpentherme Ehrenberg ausschauen.

Reutte – Direkt über der Alpentherme Ehrenberg soll an einem Südwesthang am Sintenbichl ein Hotel mit 100 Zimmern und Suiten entstehen. Den Grundsatzbeschluss dafür segnete jetzt der Reuttener Gemeinderat einstimmig ab.

Reuttes Bürgermeister Alois Oberer stellte klar, dass die Gemeinde Reutte, im Gegensatz zur Alpentherme, die ihr gehört, nichts mit dem Projekt zu tun habe. Bei der Widmung und Bebauung sollte sie jedoch ihre großen Einflussmöglichkeiten nutzen. Abgänge aus dem laufenden Betrieb würden die Kommune nicht betreffen, das betriebswirtschaftliche Risiko liege allein beim Hotelbetreiber, erklärt der Rathauschef vor ungewöhnlich vielen Zuhörern. Er fügte hinzu, dass das „sehr interessante“ Projekt den Bauausschuss einstimmig passiert habe. „Wir wissen alle, dass in Reutte Betten fehlen. Ich empfehle die Unterstützung.“ 

Das Projekt präsentierten anschließend Andreas Heidegger, Geschäftsführer der BOE-Baumanagement-Tirol, sowie Thomas Strele und Alexander Wasle, die beiden Chefs von Architektur Walch & Partner. Man habe bereits einige Vorleistungen erbracht, berichtete der Geschäftsführer der Baufirma. So habe sich seine Firma beispielsweise mit den Grundeigentümern geeinigt und mit dem Reuttener Architekturbüro Walch & Partner die Planung vorangetrieben. 

Auch ein künftiger Hotelbetreiber wäre mit Vivamar (GMF), jenem Unternehmen, das erfolgreich die Therme führt, mit im Boot. Vorstellungen des möglichen Betreibers und künftigen Pächters seien bereits in die Planung eingeflossen. In Österreich betreibe GMF inzwischen drei Hotels, hieß es in der Sitzung. 

Nun stünden laut Heidegger aber intensive und teure Projektentwicklungsschritte bevor. Unter anderem müsse die technische und wirtschaftliche Realisierung angesichts des Gipskarstuntergrunds geprüft werden. Es sei deshalb von größter Bedeutung, dass die Mandatare zusichern, dem Projekt prinzipiell nicht im Weg stehen zu wollen. 

Details der Planung schilderte anschließend Architekt Alexander Wasle. So sprach er beispielsweise von einem „Bademantelverbindungsgangs“ vom höher liegenden Hotel zur Therme. Daneben sollen großzügige Parkflächen und Tiefgaragen entstehen, Massage- und Beautyoptionen eingerichtet werden und Seminarräume zur Verfügung stehen. 

Vizebürgermeister Klaus Schimana gefiel besonders, dass der Betreiber der Alpentherme dann auch für das Hotel verantwortlich wäre: „Daher würde es auch keine Nutzungskonflikte geben, die sonst zu erwarten wären“, meinte der Oppositionsführer.

niko

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