Eine sinnvolle Lösung

Gemeinderat spricht sich für Erweiterung des Kindergartens St. Tosso neben Turnhalle aus

Garagen neben der Turnhalle der Grundschule Schwangau.
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Sie sollen versetzt werden: Anstelle dieser Garagen entsteht neben der Turnhalle der Grundschule Schwangau ein Erweiterungsbau für den Kindergarten St. Tosso.
  • vonAlexander Berndt
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Schwangau – Der Kindergarten St. Tosso in Schwangau soll erweitert werden. Das hat der Gemeinderat des Dorfs der Königsschlösser bei seiner jüngsten Sitzung im Schlossbrauhaus mit einer Gegenstimme beschlossen. 

Das Gremium unter Vorsitz von Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) erteilte damit anderen Alternativen und Planungsideen, um die akute Raumnot des Kindergartens zu beheben, eine Absage. So kommen dafür weder eine Umnutzung von Räumen der Grundschule noch die Anmietung von Containern oder gewerblichen Flächen in Frage.

Da für das Betreuungsjahr 2021/2022 mit 83 Anmeldungen inzwischen mehr vorliegen als in der Vergangenheit prognostiziert worden sind, reicht die aktuelle Betriebserlaubnis des Kindergartens für 80 Plätze in drei Gruppenräumen nicht mehr aus. Daher haben der Gemeinderat und die Schwangauer Verwaltung „nach einer pädagogisch, ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Lösung“ gesucht, erklärte Rinke. „Bei der Bewertung spielte der Standort eine maßgebliche Rolle. Dieser sollte aus organisatorischen und betrieblichen Erfordernissen möglichst nahe am Bestandsgebäude des Kindergartens St. Tosso liegen.“

Schnelle Fertigstellung

Als geeigneten Standort für den nun beschlossenen Erweiterungsbau fand die Verwaltung einen Platz direkt neben der Turnhalle der Grundschule, wo sich derzeit noch zwei Garagen befinden. Einen Entwurf dafür stellte Wolfgang Martin vom Füssener Architekturbüro Martin + Brenner jetzt dem Kommunalparlament vor. Demnach entsteht das neue Gebäude zwischen dem Kindergarten und der Turnhalle der Grundschule, wodurch sich laut Rinke sowohl durch die bereits vorhandene Erschließung und Infrastruktur als auch wegen der baulichen Nachverdichtung Vorteile ergeben.

Der Erweiterungsbau soll auf etwa 250 Quadratmetern in Holzbauweise entstehen und Platz für zwei weitere Gruppenräume schaffen. Die Gemeinderatsmitglieder sprachen sich außerdem einstimmig für den Vorschlag von Johann Stöger (Freie Dorfgemeinschaft) aus, für die Zukunft zusätzlich ein Obergeschoss zu planen.

Die vorläufige Schätzung der gesamten Baukosten beträgt ungefähr eine Million Euro. Da man nicht nur eine „qualitativ hochwertige“, sondern auch schnelle Lösung wolle, unterstrich der Bürgermeister, dass „eine Fertigstellung des Gebäudes bis Jahresende angestrebt“ sei.

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