Hohe Fixkosten belasten Reuttener Haushalt

Wenig Spielraum

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Einstimmig verabschiedet das Gremium den Haushaltsvorschlagt

Reutte – In schöner Eintracht hat der Gemeinderat des Bezirkshauptortes den Haushaltsvoranschlag für das laufende Jahr verabschiedet.

Dieser hat ein Volumen von rund 21 Millionen Euro im ordentlichen- und um beinahe zwei Millionen Euro im außerordentlichen Haushalt mit kaum wesentlichen Änderungen zum Vorjahr. Die größten „Brocken“ im Budget sind die Bildung mit 3,5 Millionen Euro, Kultur mit 1,4 Millionen, Soziales mit 4,8 Millionen, die Gesundheit mit zwei Millionen, der Verkehr mit 0,8 Millionen, Dienstleistungen mit 3,2 Millionen und Verwaltung mit 2,1 Millionen Euro. 

Für straßenbauliche Maßnahmen, für die Sanierung von Kindergarten und gemeindeeigener Gebäude und ähnliches werden außerdem rund zwei Millionen aufgewendet werden. Die hohen fixen Kosten in der Gebarung und deren laufende Steigerungen würden die Möglichkeiten freier Gestaltung immer mehr einengen, bedauerte Bürgermeister Luis Oberer in seiner „Budgetrede“.

Das sah nicht nur das Gemeindeoberhaut mit seiner Mehrheitsfraktion so. Auch die Vertreter der anderen Gruppierungen waren darüber nicht glücklich, stimmten aber dem Haushalt ohne Wenn und Aber zu. Vor allem die Nachzahlungen auf dem Personalsektor nach einem EU-Urteil belasten die Budgets der Gemeinden über das normale Maß hinaus. 

„Allen Gemeinden, nicht nur uns, wird mit den immer steigenden Ausgaben für Soziales und Gesundheit, der Spielraum zu Gestaltung innerorts genommen“, meinte Oberer und verwies dabei vor allem auf die Deckung der Abgänge beim Bezirkskrankenhaus. Stagnation auf der Einnahmenseite mache die Situation auch nicht einfacher, stellte der Bürgermeister darüber hinaus fest. Zuvor gab es noch einen Bericht des Überprüfungsausschusses, der den Verantwortlichen einwandfreies Gebaren bestätigte. Ihn nahm das Gemeindeparlament ebenfalls einstimmig an.

niko

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