41 Menschen registrieren sich bei der Suche nach Stammzellenspendern

Abstrich für den guten Zweck

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Professor Dr. Hana Algül beobachtet hier den Wangenabstrich im Mundinneren.

Füssen – Das Motto „Gemeinsam gegen den Blutkrebs“ hat jetzt auch in Füssen seine positive Wirkung gezeigt: 41 Registrierungen sind das Ergebnis, das jetzt Ferit Motor im Namen der Syrisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Füssen von der Aktion auf Nachfrage unserer Zeitung bekannt gab.

In den Räumen der christlichen Gemeinde war ein Team aus 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern mehrere Stunden im Einsatz, um die Aktion über die Bühne zu bringen. Sie erbrachte – wie Motor mitteilte – außerdem insgesamt 1000 Euro an Geldspenden. „Ziel der Aktion ist es, Menschen zu helfen, die eine Stammzellenspende benötigen“, so Professor Dr. Hana Algül. 

Der Facharzt für Innere Medizin am Münchner Klinikum Rechts der Isar erläuterte den Teilnehmern, was in Füssen und auch bundesweit auf die an der Aktion beteiligten Frauen und Männer zukommt: „Über einen Wangenabstrich werden die Merkmale des Gewebes bestimmt“, sagte er. 

Wichtige Qualität 

Der gebürtige Füssener war im Rahmen der Aktion Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, die grundsätzlich bereit waren, sich als mögliche Spender registrieren zu lassen. „Zu klären ist immer, wer als Spender infrage kommt“, betonte Algül. Es gehe deshalb nicht um möglichst viele Registrierungen, sondern „um die Qualität der Stammzellen“. Erst nach einer medizinischen Untersuchung stelle sich die Eignung eines Spenders heraus. „Doch im Vorfeld kann hier schon gefiltert werden. Das machen wir bei unserer gemeinsamen Aktion auch besonders gründlich.“ 

Daher waren von den zur Stammzellenspende bereiten Leuten mehrere einzelne Stationen zu passieren, bis in freundlicher Atmosphäre der Wangenabstrich erfolgt ist. Alter mitentscheidend Ein Ausschlusskriterium ist das Lebensalter von über 55 Jahren. Denn es kann sein, wie erläutert wurde, dass sehr viel Zeit ins Land geht, bis endlich der konkrete Fall einer „genetischen Ähnlichkeit“ vorliegt. 

Für eine erfolgreiche Transplantation müssen – erklärt Algül weiter – die Gewebemerkmale der erkrankten Person und des Spender nahezu übereinstimmen. „Je mehr Leute mitmachen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch ein passender Spender gefunden wird“, so der Facharzt. „Durch die rege Beteiligung, war die Füssener Aktion recht erfolgreich“, unterstrich Motor im Namen der christlichen Gemeinde. Sein Dank gilt dem Helferteam „und den vielen Menschen, die an diesem Sonntagnachmittag ihr Einverständnis zur Stammzellenspende gegeben haben.“

Chris Friedrich

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