Trachtenvereine wollen Grundschülern Brauchtum und Tradition nahe bringen

"Wichtiger denn je"

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Im Rahmen der Kampagne „Mundart wertvoll“ lernen die Füssener Grundschüler, wie ein „Palmboscha“ gebunden wird.

Füssen – „Früh übt sich“ hieß es am Montagmorgen in der Grundschule Füssen, wo Vertreter von vier Trachten- und Heimatvereinen das erste von insgesamt sechs Projekten im Rahmen der Themenreihe „Brauchtum an der Grundschule“ mit den jungen Mädchen und Buben in Angriff nahmen.

Diese „Werterzeihung“, wie der Direktor der Grundschule, Wolfgang Steurer, die Aktion nannte, ist dabei Teil der Kampagne „Mundart wertvoll“. Hinter dieser stehe wiederum das „Wertebündnis Bayern“, wie die Vizepräsidentin des Bezirkstags, Uschi Lax (CSU), erklärte.

Die Bezirksrätin und Füssener Stadträtin betonte außerdem, dass dieses Gremium „auch für die Traditionspflege zuständig“ sei. Unter der fachlichen Anleitung von Mitgliedern der Trachtenvereine Neuschwanstoaner Stamm, D´Schwanstoaner Schwangau, Falkenstoaner Weißensee und Burg Hopfen dürften anschließend so viele der Erst- bis Viertklässler zum ersten Mal einen „Palmboscha“ angefertigt haben.

Das bayernweite Projekt „Mundart wertvoll“ läuft noch bis Anfang Juli und will den Kindern die „bayerische Mundart als Ausdruck von Lebensgefühl, Vielfalt, Identität und Heimat“ nahebringen, wie Direktor Steurer weiter ausführte.

Und während Lax darüber hinaus unterstrich, dass „Brauchtum und Tradition heute wichtiger denn je“ seien, machte sie außerdem deutlich, welche Begriffe sie besonders mit dem Palmbuschenbinden verbinde. Dieses gehe „nicht nur auf christliche Traditionen“ zurück, sondern dokumentiere beispielsweise auch das „Frühlingserwachen“. Demzufolge verbinde sie mit den sieben Gehölzen, die dazu verwendet würden unter anderem die Ausdrücke „Leben, Vergänglichkeit, Freude, Wegbegleitung und Übergangszeit“.

Wichtige Hilfestellung

 Direktor Steurer freute sich daher im Namen der Grundschule darüber, dass man mit dem Themenkomplex „Brauchtum an der Grundschule“ eine „Hilfestellung zur Wertevermittlung“ leisten könne, der sich schließlich „Mundart wervoll“ verschrieben habe.

Als weitere Projekte, mit denen sich die Grundschüler in den kommenden Monaten beschäftigen sollen, kündigte er schließlich Besuche in verschiedenen Museen sowie in der Kirche St. Mang, Maibaumbasteln, den Besuch von Mundartdichter-Vorträgen, die Vorführung eines Bandeltanzes beim Schulfest sowie das Schulfest selbst am 1. Juli an. Das Fest soll voll und ganz unter dem Motto „Mundart wertvoll“ stehen.

lex

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