Iacob führt SPD-Liste an

Ilona Deckwerth, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, gratuliert Paul Iacob zur seiner Wahl als SPD-Bürgermeisterkandidat. Foto: nis

Füssen – Die Füssener SPD hat kürzlich ihre Kandidaten für die Wahl aufgestellt. Der Fraktionsvorsitzende Lothar Schaffrath, die Stadträte Ilona Deckwerth und Ulrich Pickl liegen auf vorderen Listenplätzen. Die Stadträtinnen Brigitte Protschka und Hannelore Semmlin-Leix sind nicht mehr vertreten.

Hatte Wahlleiter Paul Wengert in seinem Grußwort den Schuldenabbau der Stadt Füssen bei gleichzeitiger Investition in ein moderneres Füssen unter Paul Iacob gelobt, stellte der Bürgermeister neben Entscheidungen, wie den Abriss des Schwimmbades, die zu Mehreinnahmen der Stadtkasse und damit zur Schuldentilgung beigetragen hatten, auch die Familienpolitik Füssens in den Focus seiner Amtszeit. So seien Kinderkrippe, -garten, Grundschule und Hort an einer Stelle zusammengefasst worden. Kinder könnten so gefahrlos nach der Schule in den Hort, und Eltern beruhigt arbeiten gehen. 

Ein wichtiger Schritt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wozu es auch gehöre, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dafür wolle er sich mit seiner Fraktion künftig verstärkt einsetzen. Arbeitsplätze zu schaffen sei ihm ein weiteres Anliegen. Da sei der Ausbau des Gewerbeparks ein erster Schritt gewesen. Wenn Füssen für Firmen attraktiver würde, kämen sie vermehrt hierher, was neben Gewerbesteuereinnahmen auch bedeute, dass langfristig weniger junge Menschen aus Füssen abwandern müssten. Für Familien mit jüngeren Kindern sei die Stadt mittlerweile zwar gut gerüstet, aber für die Jugendlichen in Füssen gebe es noch viel zu tun. 

Alle Kandidaten der Füssener SPD waren sich bei ihren Vorstellungen darüber einig, dass in der kommenden Legislaturperiode neben dem weiteren Ausbau des Begonnenen, die Anliegen der Jugend in Füssen mit vorne auf dem Plan stehe. Einstimmig wurden die Plätze bis Listenplatz 11 bestätigt. Nach der Vorstellung von Otto Siegfried Wilkening, der auf Platz 11 gelistet ist, schlug Max Singer von den Jusos vor, den auf Listenplatz 23 gesetzten Sven Karwath, 19 Jahre, auf Platz 11 zu bringen. Begründung beider war, dass gerade im Hinblick auf die geplante Jugendarbeit es der Partei gut anstünde, einen jungen Kandidaten ins Mittelfeld zu setzen. Damit könnten jugendliche Wähler sich deutlicher vertreten sehen. 

Dieser Antrag löste Diskussionen aus, in denen nicht nur sachliche Gründe gegen einen Platztausch laut wurden. Wengert leitete die Abstimmung um Platz 11 mit den Worten ein, dass dieses Vorgehen ein tief demokratischer Akt, und die Frage des Wahlvorstandes nach einem weiteren Kandidaten pro Listenplatz im Wahlverfahren keine reine Rhetorik sei. In geheimer Wahl entschieden die Genossen mit neun zu 17 Stimmen gegen den einzigen Kandidaten der Jungsozialisten auf Platz 11. Alle weiteren Plätze blieben unbeanstandet, die Wahlliste wurde per Blockabstimmung einstimmig bestätigt. Damit zieht die Füssener SPD mit 24 Kandidaten in den Wahlkampf 2014. jl

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