Täglich auf den Vilser Kegel

Georgi Angelov sammelt mit Berglauf Spenden für das Projekt »Vilser Jause«

Georgi Angelov auf dem Gipfel des Vilser Kegels
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Georgi Angelov auf dem Gipfel des Vilser Kegels.

Vils – Um Grundschulkindern eine gesunde Jause zu ermöglichen, hat Georgi Angelov vom Bürgerladen „Vogelbaum“ im April täglich den Vilser Kegel bestiegen. Darüber hinaus sammelte der Bürgerladen Spenden, so dass am Ende 7000 Euro für das Projekt „Vilser Jause“ zusammenkamen. 

Als eine Genossenschaft, in der der Jahresgewinn unter allen beteiligten Bürger verteilt wird, fühlt sich der Bürgerladen „Vogelbaum“ auch sozial verpflichtet. Deswegen stellte er im April ein neues Spendenprojekt auf die Beine: Georgi Angelov, einer der Vogelbaum-Gründer, lief im April täglich auf den Vilser Kegel. Jede der 30 Besteigungen kostete 150 Euro, was verschiedene Firmen aus der Region finanzierten. Zusammen mit weiteren Spenden standen für das Projekt „Vilser Jause“ schließlich über 7000 Euro zur Verfügung. Damit sollen alle Grundschulkinder in Vils ein ganzes Schuljahr lang kostenlos eine gesunde Jause pro Woche erhalten.

Diese wird aus einem Vollkornbrot mit Käse, Wurst oder Aufstrichen, geschnittenes Gemüse wie beispielsweise Paprika, Gurke oder Tomate, Obst und gelegentlich einem selbst gebackenen Keks bestehen. Die Jause wird im Vogelbaum zubereitet und aus frischen und soweit es geht regionalen Zutaten bestehen. Außerdem werden die Kinder ein Mal im Monat – wenn es die Corona-Pandemie zulässt – eigenständig ein Brotzeitbuffet herrichten. Daneben wird es spielerische Vorträge wie „Vom Korn zu Brot“, „Von Kuh zur Milch“ oder „Zucker in Maßen“ geben. Unter anderem die Obst-, Brot- und Milch-Lieferanten des Vogelbaums werden den Kindern ihre Arbeit vorstellen.

Ziel des Projekts ist es, Kinder für eine gesunde Brotzeit zu sensibilisieren. Denn gerade in diesem Alter bilden sich wichtige Ernährungsgewohnheiten.

Und gerade in der Corona-Pandemie sei es so wichtig wie nie, auf seine Gesundheit zu achten, indem man Sport treibt, sich gesund ernährt, ausreichend schläft und auch Ruhepausen im Alltag einbaut, ist Georgi Angelov überzeugt. Daneben sei es unerlässlich, sich gegenseitig zu helfen. „So sind wir auch gute Vorbilder für unsere Kinder. Für sie ist diese Zeit besonders belastend, weil sie sehr beeinflussbar sind und ein Jahr in ihrem Leben viel mehr als in unserem ausmacht. Zusammen können wir uns und den Kindern Mut und Hoffnung für die Zukunft geben“, so Angelov.

Tiefer Schnee behindert Lauf

Das Schwierigste an der Spendenaktion war, jeden Tag – ohne Ausnahme – auf den Berg zu laufen, erzählt Angelov. „Da ich bis 16 Uhr bei den Wertachtal Werkstätten der Lebenshilfe in Füssen arbeite, konnte ich erst danach loslaufen. Oft war ich müde oder hatte keine Lust, doch soweit der erste Schritt gemacht wurde, ging es immer bergauf.“ Ein weiteres Hindernis sei der starke Schneefall und tiefer Schnee während der ersten 20 Tage gewesen.

Deswegen hätten auch die Auf- und Abstiegszeiten stark variiert, zwischen zwei und fünf Stunden. „Unter der Woche war ich dann oft gegen 10 Uhr abends zu Hause und musste am nächsten Tag wieder früh aufstehen. Doch es war auch klasse, den Komfortbereich für so einen Zweck zu verlassen: die gesunde Jause war es allen Schmerzen oder Unbequemlichkeiten wert. Schließlich leben wir alle sehr bequem und es tut uns gut, hin und wieder auf etwas für andere zu verzichten“, so der begeisterte Hobbyläufer.

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