Kirche "Zu den Acht Seligkeiten": Pfarrei und Diözese informieren über Ideen

Betroffene sollen mitbestimmen

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Auf der Suche nach Ideen: Pfarrer Frank Deuring (links) bei der jüngsten Infoveranstaltung zur Zukunft von Acht Seligkeiten im „Haus der Gebirgsjäger“.

Füssen – Bis zum Herbst soll es ein Gesamtkonzept geben, wie es mit der Kirche „Zu den Acht Seligkeiten“, dem Kindergarten und der Pfarrei in Füssen-West weitergehen soll.

Das machten Vertreter der Diözese Augsburg am Mittwoch bei einem Informationsabend der Pfarreiengemeinschaft Füssen im Haus der Gebirgsjäger klar. Derzeit steht die Idee im Raum, die derzeitige Kirche abzureißen und dort einen Kindergarten, ein Pfarrheim und eine neue, deutlich kleinere Kirche auf dem Areal zu bauen. 

Doch derzeit gebe es noch mehr Ideen als Ergebnisse,heißt es aus der Pfarreiengemeinschaft. Die Vorsitzende des Vereins Füssen West, Evelyn Vesenmayer, schüttelte den Kopf, als sie am Mittwochabend das „Haus der Gebirgsjäger“ verließ. „Eine Kirche reißt man nicht ab“, empörte sie sich über jene Worte, mit denen Pfarrer Frank Deuring in einer Informationsveranstaltung zur Zukunft der Kirche „Zu den Acht Seligkeiten“ seine Präferenz klar gestellt hatte. 

So betonte dieser vor rund 150 Besuchern eindeutig, dass er für einen Abbruch des 51 Jahre alten Gotteshauses im Füssener Westen sei. Schließlich sei diese mittlerweile an manchen Stellen ganz schön marode und auch zu groß. Eine endgültige Entscheidung darüber, wie es mit der Kirche weitergeht, steht bis jetzt allerdings noch nicht. Genau wie im Fall des benachbarten Kindergartens und des Pfarrheims St. Gabriel, die gleichfalls erheblichen Renovierungsbedarf haben. 

Da eine Generalsanierung jedoch teurer würde als ein Neubau, ist wohl nicht nur Diakon Christoph Schwarzer der Meinung: „Der Kindergarten muss abgerissen und neu gebaut werden.“ Ähnliches gelte in Bezug auf die Kirche, „die vor 50 Jahren eine Innovation und Vision“ gewesen sei, wie Deuring erklärt, inzwischen aber nur noch von wenigen Kirchgängern besucht werde. Demzufolge verlören sich bei den Messen am Samstagabend „manchmal nur 20 bis 30 Leute“. Ihm schwebe stattdessen vor an der Stelle getreu dem Motto „Abbruch ist Aufbruch“ ein „Zentrum der Begegnung“ bauen zu lassen. 

Dazu wollte man jedoch bei dieser Infoveranstaltung mit den Menschen ins Gespräch kommen, unterstrich auch Thomas Wienhardt von der Abteilung für Personal-, Organisations- und Pastoralentwicklung bei der Diözese Augsburg. Diese entscheide letztlich über die Zukunft der kirchlichen Einrichtungen im Füssener Westen mit. Wienhardt moderierte den Abend mit seinem Kollegen Bernhard Fendt und unterstrich dabei, dass bis zum Herbst ein Gesamtkonzept ausgearbeitet werden soll. Das soll sich aber möglichst an den Wünschen der davon betroffenen Menschen orientieren. 

Am Mittwoch ließen Wienhardt und Fendt die Besucher deshalb erst einmal Ideen sammeln, wie so ein Zentrum der Begegnung aussehen soll. Und während die Besucher dabei von einer Kindertagesstätte und einem Treffpunkt für Jung und Alt über einen kleineren sakralen Raum sowie einen Ort für allgemeine Veranstaltungen bis zu einem Café und einer Kleinkunstbühne jede Menge Vorschläge machten, kündigte Wienhardt an, dass noch ein bis zwei solcher Abende folgen sollten.

lex

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