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Gerhard Hofer erhält »Goldene Nessel« der Gemeinde Nesselwang

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Von: Herbert Hoellisch

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Nesselwangs Bürgermeister Pirmin Joas (links) und Gerhard Hofer
Bürgermeister Pirmin Joas (links) zeichnet Gerhard Hofer für sein Engagement in der Bürgerwerkstatt Senioren und als Seniorenbeauftragter der Gemeinde aus. © Hoellisch

Für sein ehrenamtliches Engagement in der „Bürgerwerkstatt Senioren” hat Bürgermeister Pirmin Joas (CSU) Gerhard Hofer mit der „Goldenen Nessel” ausgezeichnet.

Diese Würdigung erhielt Hofer für sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement in der „Bürgerwerkstatt Senioren” und als Seniorenbeauftragter des Marktes. Mit der Auszeichnung werden alljährlich verdiente Bürger der Marktgemeinde Nesselwang geehrt. Wie schon im vergangenen Jahr musste die Verleihung aber coronabedingt in der ersten Sitzung des Gemeinderats im neuen Jahr stattfinden, statt wie üblich anlässlich des Neujahrsempfangs.

Einstimmige Entscheidung

In seiner Ansprache erinnerte Bürgermeister Joas daran, dass es für den Verleihungsausschuss – bestehend aus drei Mitgliedern der Bürgerwerkstatt Kunst, Kultur und Religion, Vertretern der vier Fraktionen im Marktgemeinderat und ihm selbst – eine schwere Aufgabe gewesen sei, aus den zahlreichen Vorschlägen, die von den Bürgern eingegangen waren, die zu ehrende Person oder den Verein auszuwählen. „Nach reiflicher Überlegung fiel die Wahl einstimmig auf Gerhard Hofer“, sagte Joas (CSU). „Seit acht Jahren ist er der Kopf der Bürgerwerkstatt Senioren. Seit dem 27. Mai 2014 ist er der Seniorenbeauftragte des Marktes Nesselwang.“

Zusammen mit zehn anderen Aktiven der Bürgerwerkstatt habe Gerhard Hofer bereits zahlreiche Projekte umgesetzt und vieles im Markt zum Positiven verändert, erklärte Joas die Gründe für die Ehrung. So wurden ein Flyer für „lebenserfahrene Nesselwanger” erstellt und dieser auch regelmäßig aktualisiert Außerdem fanden Ortsbegehungen zur Feststellung behindertengerechter Gehwege statt. Die erkannten Problemstellen wie zu hohe Bordsteinkanten beseitigten dann die Mitarbeiter des Bauhofs.

Die Bürgerwerkstatt nahm darüber hinaus unter der Leitung Hofers Bürgerbefragungen vor, veranstaltete schon mehr als 50 Computerkurse, mehrere Bürgerversammlungen für die älteren Mitbürger und organisierte – nicht zu vergessen – den Mittagstisch, an dem regelmäßig zwischen 60 bis 80 Personen teilnehmen und vieles mehr. „Die regelmäßigen Mittagstische sind für viele Senioren nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken”, betonte Joas.

Zahlreiche Vorschläge

„Zusammengefasst sind das viele Dinge, die in der Gemeinde nicht mehr wegzudenken sind. Herr Hofer hat die Begabung, verschiedenste Leute zusammenzubringen”, sagte der Bürgermeister. So lauteten auch zwei Formulierungen in den Vorschlägen, die bei der Gemeinde für Hofer eingegangen seien. „Diese waren zahlreich und aus unterschiedlichen Kreisen“, so Joas in seiner Laudatio.

Auch im Tennisclub ist Gerhard Hofer seit vielen Jahren aktiv. Aktuell hat er den Posten als Kassenprüfer inne. Zuvor war er Zweiter Vorsitzender sowie im Beirat tätig. „Als Ehrenmitglied des Vereins wird er als ‚unverzichtbarer Aktivposten‘ und ‚Kümmerer‘ bezeichnet”, berichtete Joas ferner. „Oft sehe ich Gerhard Hofer, wenn ich auf dem Heimweg bin, vor dem Offenen Bücherregal knien und neue Bücher einsortieren und die kaputten heraustragen“, so der Rathauschef weiter.

Projekte wie der Mittagstisch für Senioren könnten nur durch den persönlichen Einsatz wie den von Gerhard Hofer funktionieren. „Und diesen Einsatz legt er bei den Maßnahmen, die er umsetzt, an den Tag, was zusammengefasst eine herausragende langjährige ehrenamtliche Leistung ist!”, gratulierte Joas.

Neben der „Goldenen Nessel” erhielt der Geehrte an diesem Abend auch viel Applaus von den zahlreichen Besuchern der Ratssitzung.

Sie hat mich sehr überrascht.“

Gerhard Hofer, neuer Träger der „Goldenen Nessel“

Hofer selbst bedankte sich für die nach seinen Worten außerordentliche Auszeichnung. „Sie hat mich sehr überrascht”, bekannte er. Er nehme sie im Namen aller Aktiven der „Bürgerwerkstatt Senioren” gerne entgegen. „Die Personen sind sehr engagiert und mit großer Freude dabei. Ohne das Miteinander wären die Aufgaben nicht zu bewältigen“, so der Geehrte weiter. „Die Angebote werden sehr gern angenommen und wir versuchen auch während dieser schwierigen Zeit diese aufrechtzuerhalten“, berichtete er. Mit dem erfolgreichen Mittagstisch werde vor allem versucht, Alleinstehende in die Gesellschaft zu integrieren, so dass diese nicht ausgegrenzt werden. „Ich bin froh, dass ich die Mitstreiter in der Bürgerwerkstatt habe.“

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