Nur geringe Zugeständnisse

„Wir sind hier in einem ganz großen Dilemma“, schloss Bürgermeister Paul Iacob (SPD) am Dienstag die Diskussion im Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss über den überarbeiteten Bauantrag auf eine Hotel- und Wohnanlage in der Augsburger Straße ab. Zwar waren sich die Stadträte einig, dass der Architekt ihre Verbesserungsvorschläge aufgenommen habe, kritisierten aber fehlende Anlieferungs- und Entsorgungswege sowie die drei Parkplätze direkt an der Augsburger Straße.

In den neuen Plänen hat der Architekt, wie von den Stadträten gefordert, den Durchmesser des künftigen Kreisverkehrs an der Augsburger Straße von 32 Meter auf 36 Meter vergrößert sowie das daran anschließende Gebäude der Anlage um einen Meter zurückgesetzt und verkleinert, so dass ein Bus vor dem Hotel halten kann. Doch diese Veränderungen waren dem Ausschuss nicht genug. So rage die Baulinie des Ersten der vier Häuser deutlich weiter heraus als die des Nachbarhauses, kritisierte Martin Lochbihler (CSU). Mit der Frage „Wo wird angeliefert und wo entsorgt“, machte Magnus Peresson (UBL) auf einen weiteren Punkt aufmerksam und Dr. Anna Derday (FW) bezeichnete die drei Parkplätze an der Augsburger Straße, aus denen die Autos wegen der fehlenden Wendemöglichkeit über den Fuß-und Radweg rückwärts ausparken müssen, als „Verkehrshindernis ohne Ende“. Um das zu vermeiden und die vorbeikommenden Schüler nicht zu gefährden, schlug Lothar Schaffrath (SPD) vor die drei Stellplätze hinter das Gebäude zu verlagern. Mit „irgendwann bekommen wir den Architekturpreis“, kommentierte Peresson schließlich diesen und andere Verbesserungs- vorschläge. Da laut Günther Knauss (Bürgerblock) die Hotelstruktur in Füssen gut aufgestellt sei und ihn dieses Projekt nicht mit dem erfülle, was er erwartet habe, schlug er vor es aufzugeben. „Das kann ich nicht machen“ wies der Rathauschef den Vorschlag allerdings zurück und erklärte, dass der Stadtrat das Projekt schon bewilligt habe. Um allerdings doch noch „auf den Weg zu kommen“, so der Bürgermeister, genehmigte der Ausschuss mit zwei Gegenstimmen die Tiefgarage mit Liftsystem, das es ermöglicht zwei Autos übereinander zu parken, und die Aufteilung der Hotel- und Wohnanlage auf vier Gebäude. Abschließend stellte der Rathauschef aber klar, dass die Stellplatz- und Anlieferungsfrage noch geklärt werden muss.

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