Gerüstet für die nächste Flut

Wolfgang Schindele (v.l.), Leiter des WWA Kempten, mit seinem Flussbaumeister Gerhard Mayer und Bürgermeister Helmut Angl auf den großen Wasserbausteinen, die der Ufersicherung dienen. Die Blöcke stammen aus dem Steinbruch in Vils, der größte soll rund zehn Tonnen gewogen haben. Foto: gau

Eine knappe Million Euro hat der Hochwasserschutz am Lech in Lechbruck gekostet. Nun sollen Bilder wie von 1999 oder 2005, als die Lechanlieger meterhoch unter Wasser standen, der Vergangenheit angehören. Was im einzelnen gebaut wurde, das besichtigten der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Kempten, Wolfgang Schindele, und sein Ressortleiter Wasserbau und Gewässerentwicklung im Ostallgäu, Rudolf Hegedüs, gemeinsam mit Bürgermeister Helmut Angl.

Schon im vergangenen Jahr waren die Arbeiten in Lechbruck, dazu gehört eine Ufermauer entlang des Wanderweges, eine Uferabflachung und Befestigung des Deiches sowie ein 750 Meter langer Deichkronenweg und Ausgleichsmaßnahmen im Bereich des Tennisplatzes, fertiggestellt worden. Seinerzeit hatte auch die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer die Arbeiten besichtigt, nun wollten die Vertreter des Wasserbaus ihr Werk begutachten. Glücklicherweise ohne Hochwasser konnte man die Anlagen bereits einweihen, die im Mittel für ein 1000-Jähriges Hochwasser ausgelegt sind und für die die Planungen schon Anfang 2003 begannen. Gebaut worden ist zwischen Januar 2008 und September 2009, dafür mussten rund 12.000 Tonnen Wasserbausteine, die zur Befestigung des Ufers gebraucht werden, bewegt werden. Man habe, betonten Schindele und Hegedüs, durch den konsequenten Einsatz eigener Mittel der Flussmeisterstelle in Füssen unter Gerhard Mayer, enorm an Kosten gespart. So konnten die geplanten 1,8 Millionen auf rund 967.000 Euro gedrückt werden, darin sind knapp 850.000 Euro Baukosten enthalten. Erlebniswert gesteigert Die Gemeinde Lechbruck hatte auch zur Verminderung der Kosten beigetragen. So wurden alternative Vorschläge erarbeitet, etwa für die Ausgleichsflächen und die dortigen Schutzmaßnahmen. Die Gemeinde muss sich dabei mit rund 333.000 Euro an den Baukosten beteiligen. Man habe, erklärte Schindele, durch die Abflachung des Ufers, vor allem im Bereich der Ortslage, den „Erlebniswert des Gewässers gesteigert“. Am Ufer zieht sich auch der neue Wanderweg um den Lechstausee.

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