Füssener Markthalle erstrahlt im neuen Glanz und hat einen neuen Pächter

Fränkische Spezialitäten am Lech

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Was gibt es bei den Gossens? Füssens Bürgermeister Paul Iacob (rechts) darf am Stand des neuen Pächterpaars in der Markthalle schnuppern. Susanne und Bernd Gossen präsentieren vor allem fränkische Spezialitäten.

Füssen – Für 40.000 Euro ist die Füssener Markthalle neu gestaltet worden. Ist das von der Stadt und den Stand-Pächtern in einer gemeinsamen Investitions-Aktion in die Hand genommene Geld gut angelegt? 

Gegenüber dem Kreisbote äußerten sich am Eröffnungstag mit „Familienfest“ die vielen Besucher aus nah und fern durchweg positiv über die „neue Markthalle“, die bereits früher, als es hier noch sehr eng zuging, sehr beliebt war.

Schwer ins Zeug gelegt haben sich die Stadt als Eigentümer des Treffpunkts Markthalle am Schrannenplatz und die Pächter-Familien, die auf dem neu verlegten Boden ihre Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten aufbauen. Der gemeinsam ausgesprochenen Einladung zum Bummeln durch die Füssener Markthalle zur Neu-Eröffnung waren Besucher aus Nah und Fern gefolgt. Dort wartete bereits Bürgermeister Paul Iacob (SPD) mit Verwalter Markus Krug, der auch Auskunft über die Kosten für die neue Gestaltung des Treffpunkts gab.

 Insgesamt sind demnach rund 40.000 Euro investiert worden. „Der Anteil, den unsere neuen und langjährigen Pächter in die Hand genommen haben, beträgt 25.000 Euro“. Von Seiten der Stadt wurden laut Verwalter 15.000 Euro locker gemacht. Stammgäste und -kunden der Pilsbar und der Fischhandlung Geiger Böhler, die von Anfang an dabei sind, hatten es seit der Eröffnung der Markthalle vor etwa 19 Jahren angesichts der gebotenen Qualität bislang immer wieder in Kauf genommen, dass es sehr eng zwischen den Ständen zuging. „Das Angebot ist nicht reduziert worden, aber wir haben die uns zur Verfügung stehende Fläche nach einem neuen Plan eingeteilt, der auch Platz für Tische und Stühle lässt, um sich gemütlich zurückziehen zu können“, wie Krug bei einem Rundgang mit dem Rathauschef erläuterte.

Wer den Eingang von der Brunnengasse aus wählt, sieht diese einladende Sitzgruppe, wo im Rahmen der als Familienfest deklarierten Eröffnung der Zauberer Alex auftrat. Zuvor ließ sich das Publikum im Vorschulalter bunte Gesichter schminken. 

Am Haupteingang hat die „Fruchtoase Kara“ weiterhin ihren Platz. Wer hineingeht, trifft sofort auf die neue Bäckerei Panem. Schräg gegenüber in zentraler Position präsentieren sich die neuen Pächter Susanne und Bernd Gossen mit ihrem Team an einem weiteren Stand. In Gossens Angebot sind fränkische Spezialitäten und erlesene Weine. Dem Gast wird der Wein auch offen im Glas an einer gemütlichen Theke serviert. Wie nebenan, wo Barkeeperin Tina Albrecht als Angestellte der Familie Kara ein frisches königliches Bier zapft, ist der Verkaufstresen von Feinkost Kapadokya durch fachmännische Holzarbeiten gestaltet.

Füssener profitieren 

Darüber hinaus tauchen die Leistungen für den gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutz wie auch der rutschfeste Boden aus Natursand mit Acryl in den von den Handwerkern geschriebenen Rechnungen auf. 

Wie Bürgermeister Iacob noch weiter erklärte, „beliefern unsere Händler aus der Markthalle Gaststätten und Hotelbetriebe. Doch nicht nur der Tourismus profitiert davon, sondern auch die Füssener – denn sie können diese frischen Nahrungsmittel an den Ständen kaufen.“ Dies sei „in vergleichbaren Städten nicht möglich“. 

Fischhändler Bernhard Böhler, Pächter von er ersten Stunde an, wollte Bürgermeister Iacob „ausdrücklich für die gute Unterstützung aus dem Füssener Rathaus“ danken. Wie Andrea Krug aus dem Füssener Liegenschaftsamt betonte, sei „gemeinsame nach einer Lösung gesucht worden. Durch die erreichte Qualität in der Markthalle gewinnen wir alle.“ Nicht nur Peter Schweiger – er schaute sich als einer der ersten Füssener vor Ort gründlich um – hatte den Eindruck, dass die neue Markthalle „schön aufgelockert“ wirke.

Chris Friedrich

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