Kirche Sankt Andreas muss geschlossen werden

Sicherheit geht vor

Wegen Risse im Deckenputz muss die Pfarrkirche Sankt Andreas bis auf weiteres gesperrt werden.

Nesselwang – Kurzfristig abgesagt werden musste der Festgottesdienst am Drei-Königs-Tag in der Pfarrkirche Sankt Andreas. Am Freitag waren kleine Teile des Deckenputzes im Bereich des Altarraums auf dem Boden gefunden worden. Aus Sicherheitsgründen bleibt die Kirche bis auf weiteres geschlossen.

Ein Statiker, der aufgrund einer Kontrolle am Kirchturm nach dem schweren Stürmen der vergangenen Wochen vor Ort war, empfahl nach einer vorläufigen Begutachtung eine sofortige Schließung der Kirche aus Sicherheitsgründen. Bereits im Sommer waren Schäden am Kirchturm festgestellt worden. Durch Temperaturschwankungen waren Risse im Bereich des Kupferdachs aufgetreten und die dadurch eindringende Feuchtigkeit hatte die darunterliegenden Bauteile in Mitleidenschaft gezogen. Die Kosten für die Sanierung des Kirchturms belaufen sich nach ersten Kalkulationen auf knapp eine Million Euro. 

Die jetzt aufgetretenen Schäden sind darin noch nicht enthalten. „Zum Glück hatten wir vor einem dreiviertel Jahr eine Statikkontrolle des gesamten Kircheninnenraums mit einem Steiggerät. Dabei ist auch alles abgeklopft und kontrolliert worden. Da waren noch keine Schäden in dem Bereich vorhanden“, so Kirchenpfleger Konrad Bach, der in den vergangenen Tagen immer wieder abgebröckelte Teile zwischen drei und fünf Zentimetern aufgesammelt hatte. 

Nicht auszumalen wären die Folgen, wenn im Laufe eines Gottesdienstes größere Teile herunterbrechen, auf dem Boden zerplatzen und dann wie kleine Geschosse durch den Kirchenraum fliegen, so Bach. Der Deckenputz der Pfarrkirche besteht aus drei Lagen – einem Grundputz, der Tragschicht und dem Stuck. Sankt Andreas wurde zwischen 1904 und 1906 um die alte Pfarrkirche herum neu erbaut und kostete 300.000 Mark, die zum größten Teil durch Spenden aufgebracht wurden. 

Kirche bleibt gesperrt

In den kommenden Tagen soll ein Stuckateur sich die Schäden ansehen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden. Eine Sperrung sei bis zur endgültigen Klärung unumgänglich.

Da der sogenannte Himmel, an dem die Decke hängt, ohne vorhergehende Abstützung von unten nicht betreten werden kann, ist eine komplette Einrüstung und Unterbauung der Decke im Bereich des Altarraums und vorliegenden Kirchenraums notwendig. Gottesdienste finden bis auf weiteres im Pfarrheim oder in der Heilig-Geist-Kirche statt. Die letzte umfassende Sanierung der Pfarrkirche fand vor 21 Jahren statt.

hoe

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