Polizei stellt zahlreiche Verstöße fest

Mehrere Aufgriffe bei großangelegter Grenzkontrolle bei Füssen

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Während der 48 Stunden dauernden Kontrolle stellen die Grenzpolizisten zahlreiche Verstöße fest.

Füssen - Zahlreiche Verstöße und Straftaten haben Beamte der Grenzpolizei Pfronten und Lindau bei einem 48 Stunden langen Einsatz am A7-Grenztunnel festgestellt. Hintergrund der intensiven Kontrollen waren vor allem die Deliktsfelder der Betäubungsmittel- und der Eigentumskriminalität sowie der Kfz-Verschiebung. 

Insgesamt wurden nach Angaben der Polizei fünf Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz aufgedeckt sowie drei wegen Straftaten gesuchte Personen (unter anderem Trickdiebstahl) aufgegriffen und drei durch Italien zur Fahndung ausgeschriebene Dokumente festgestellt werden. Diese wurden sichergestellt und an die dortigen Behörden weitergeleitet.

Zwei Fahrer wurden unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln angetroffen, sie werden zur Anzeige gebracht und die Weiterfahrt vor Ort wurde unterbunden. Ein weiterer Fahrer fiel auf, weil er keinen Führerschein hatte, er wird genauso wie der Halter des Fahrzeugs angezeigt. Auch er durfte seine Fahrt nicht fortsetzen. 

Zudem konnte in zwei Fällen festgestellt werden, dass ausländische Kennzeichen in Deutschland missbräuchlich verwendet wurden und für die Fahrzeuge keine Steuer entrichtet wurde, obwohl sie in Deutschland zulassungspflichtig gewesen wären und damit der Steuerpflicht unterlegen hätten. Auch hier wurde die Weiterfahrt nicht gestattet.

In insgesamt vier Fällen werden Anzeigen wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet, insgesamt konnten durch die Beamten 270 LSD-Trips, knapp sieben Gramm Haschisch und etwa zweieinhalb Gramm Marihuana sichergestellt werden.

Zwei Mal konnten vermisste Personen aufgegriffen werden. In einem Fall wurden belgische Behörden über den aktuellen Aufenthalt eines Vermissten in Kenntnis gesetzt, der andere Fall gestaltete sich auch für die Beamten besonders: Ein 84-jähriger Mann aus Baden-Württemberg wurde von seinen Angehörigen zuhause als vermisst gemeldet. 

Er war mit seinem Fahrzeug in Richtung Süden unterwegs, auf Nachfrage der Beamten konnte er kein konkretes Fahrtziel benennen und wusste nicht, wo er sich gerade aufhält. Er wurde in Obhut genommen und konnte seinen Angehörigen übergeben werden.

Insgesamt waren über den gesamten Zeitraum etwa 35 Beamte der Grenzpolizei im Einsatz, die zwischenzeitlich von Streifenbesatzungen umliegender Dienststellen unterstützt wurden. Während der gesamten Kontrollzeit wurden mehrere hundert Fahrzeuge und Personen überprüft. 

Der stellvertretende Leiter der Grenzpolizeistation Pfronten, Markus Lutz, zeigt sich mit dem Ergebnis der Kontrolle zufrieden: „Alles in allem haben wir unser Ziel - die Aufklärung und Verhinderung von weiteren Straftaten im grenznahen Raum - durch die engagierte und professionelle Kontrolltätigkeit der Beamtinnen und Beamten erreicht.“

kb

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