Ein klares Bekenntnis zum Standort Füssen

Klinikverbund feiert Richtfest am neuen Füssener Bettenhaus 

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Zimmerer Andreas Osterried (mit Hut) ist traditionell der erste von mehreren Rednern beim Richtfest an der Klinik Füssen.

Füssen – „Heute ist ein großer Tag für die Klinik Füssen“, sagte Ute Sperling, Chefin der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren, am Donnerstag anlässlich des Richtfestes am neuen Bettenhaus.

Wenn alles nach Plan verläuft, können im Frühjahr 2019 hier bereits die ersten Patienten versorgt werden. Gerda Bechteler stand zufrieden lächelnd in der großen Gästegruppe beim Richtfest der Klinik Füssen. Die Vorsitzend der „Freunde des Füssener Krankenhauses“, die viel Lob für ihr Engagement erntete, bestätigte wohl stumm, was Fördervereinsmitglied Heidrun vom Bovert ihrem Nachbarn zuflüsterte, als Sperling die Feierstunde eröffnete: „Endlich, endlich, endlich“, wisperte die Füssenerin im Bewusstsein, dass sich der Einsatz „für unser Krankenhaus“ nach vielen Jahren gelohnt hat. 

„Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere hier mitunter nicht mehr daran geglaubt hatte, dass wir diesen Tag tatsächlich noch erleben dürfen“, erklärte Klinik-Chefin Sperling in ihrer Rede. „Zu oft wurde versprochen und dann verschoben. Das alles natürlich nicht ohne Grund.“ Umso glücklicher dürften die Einheimischen mit den Touristen sein, „dass das neue Bettenhaus nun endlich steht“. Einer guten Arbeit der am Bau beteiligten Firmen sei es zu danken, dass der Rohbau im Zeitplan fertiggestellt werden konnte. 

Einen besonderen Gruß richtete die Krankenhaus-Vorsitzende an die österreichischen Nachbarn des Bezirkskrankenhauses Reutte. Mit ihnen gebe es seit Jahren eine enge Kooperation in Sachen Herz. Auch die Festgäste aus den Kliniken in Hopfen am See und Pfronten sowie die teilnehmenden niedergelassenen Ärzte und Vertreter der Kliniknachbarn Bergwacht und Bayerisches Roten Kreuzes (BRK) begrüßte Vorsitzende Ute Sperling. 

Die enge Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen zum Wohle von verunglückten oder erkrankten Menschen unterstrich Dr. Martin Hinterseer in seiner Rede. Der Ärztliche Direktor bezeichnete die in den Bau investierten Millionen als „gut angelegtes Geld“. Mit Blick auf die 90 Betten, die nach der Fertigstellung des Klinikgebäudes den Ärzten, Pflegefachkräften und Patienten zur Verfügung stehen werden, erklärte Hinterseer: Dem Standort Füssen habe man eine Zukunft gegeben. 

Auch Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) freute sich über die Erweiterung der Klinik. Er erinnerte daran: „Wir haben viele Jahre dafür gekämpft, dass das Haus Füssen überhaupt weiter bestehen konnte. Jetzt“, sagte Iacob unter Beifall, „wird es sogar erweitert.“ Vorsitzende Sperling hatte auf die Notwendigkeit hingewiesen, bestehende Kliniken „zukunftssicher zu machen“. 

Bekenntnis zum Standort Füssen

Auch die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) hob hervor: „Wir stehen zum Standort Füssen“. Als Vorsitzende des Verwaltungsausschusses der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren versprach die Landrätin: „Wir werden weiterhin in Füssen den Weg zu einer modernen Klinik verfolgen.“ Mit den Baumaßnahmen mögen die Firmen weiterhin unfallfrei zu Ende kommen, so Zinneckers Wunsch. Mit einem Spruch hatte Zimmerer Andreas Osterried von der Halblecher Firma Vilgis zuvor das Richtfest eröffnet. Die Zuschauer mit Blick in den grauen Winterhimmel mussten draußen vor der Tür nicht lange frieren. Mit Vorfreude aufs Buffet gingen rund 150 Teilnehmer in den Neubau. Wo gefeiert werden sollte, war hier sofort zu hören. Franz und Andi von den „Maulquappen“ spielten zur Begrüßung auf. Im Frühjahr 2019 könnten, so der Plan, hier die ersten Patienten versorgt werden.

cf

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