"Eine absolute Bereicherung"

Hunderte kommen zur Eröffnung des neuen Füssener Fun- und Skateparks

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Mit spektakulären Einlagen begeistern die Skater bei der Eröffnung des neuen Skate- und Bikeparks im Füssener Weidach das zahlreich erschienene Publikum.
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Mit spektakulären Einlagen begeistern die Skater bei der Eröffnung des neuen Skate- und Bikeparks im Füssener Weidach das zahlreich erschienene Publikum.
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Mit spektakulären Einlagen begeistern die Skater bei der Eröffnung des neuen Skate- und Bikeparks im Füssener Weidach das zahlreich erschienene Publikum.

Füssen – Freudensprünge vor einer überwältigenden Publikumsschar im Weidach: Am Samstagvormittag konnte bei sonnigem Herbstwetter nach nur fünf Monaten Bauzeit der neue Skate- und Bike-Park offiziell eröffnet. 

Jugendliche hatten zuvor, die Anlage mit Pumptrack getestet. Bürgermeister Paul Iacob (SPD) löste nach den Festreden sein Versprechen ein, sich selbst als aktiver Freizeitsportler einen ersten Eindruck von Deutschlands derzeit längster Anlage für Skater und Skooter zu verschaffen. 

Lang zog sich auch die Vorlaufzeit dieses ambitionierten Projekts hin, das insbesondere durch die Hartnäckigkeit einer Initiativgruppe mehr und mehr Zustimmung von Bürgerinnen und Bürgern aller Altersgruppen gewann. „Ich war zwölf Jahre alt, als wir Skaten schon cool fanden. Heute bin ich 44“, so der Füssener Matthias Schütz im Gespräch mit dem Kreisbote. Über den Betonpisten stehend machten es die Offiziellen nach Ankündigung durch Moderator Oliver Blaum erfreulich kurz, ihre Reden zur Einweihung dieses Vorzeigeprojekts vor wachsender Zuhörerschar zu Ende zu bringen.

Danach bewiesen eigens eingeladene „Profis“ ihr erstaunliches Können auf Skate- und Longboards. Die Vorführungen kamen sehr gut an. Die eigentliche Attraktion für die zahlreich erschienenen Familien am rundum gelungenen Eröffnungsfeiertag war aber, wie die zu ihrer Sicherheit behelmten Kinder auf der Bahn Runde um Runde durchzogen. Diese sei „perfekt“, meinte der achtjährige Linus aus der Scooter-Schar auf Nachfrage unserer Zeitung. Der zwei Jahre ältere Linus nickte da zustimmend, bevor er wieder auf den Rundkurs ging. 

In den 1980er Jahren hatte sich in Füssen eine Skaterszene entwickelt, die bei den Erwachsenen durch ihr Auftreten an unterschiedlichen Plätzen schnell aneckte – und der damals wohl kaum jemand aus der älteren Generation eine Zukunft zutraute. Doch die sportlichen Jugendlichen, die sich auch weiterhin an keinen Verein binden wollten, verloren – nach den vielen, nicht immer leicht zu verkraftenden Rückschlägen – keineswegs ihren klaren Kurs, auch in der Lechstadt so Skaten zu können wie andernorts. 

„Als es für uns alle eine weitere Enttäuschung gab, nahm das Weitere der Thomas Scheibel in die Hand“, erzählt Schütz von dem Schritt, der letztlich ans Ziel führen sollte. Es wurde allerdings kein Scheibelscher Alleingang, wie am Samstag in den Reden betont wurde. Um an dieser Stelle noch einen Namen zu nennen: Diplom-Sozialpädagoge Stefan Splitgerber, Leiter des Füssener Jugendtreffs Jufos, war an der Seite von „Motor Thomas“. Beide stellten in Veranstaltungen das Projekt vor und durften sich über die positive Resonanz freuen. 

Erfolgreich, was Rathauschef Iacob bei der Eröffnung ganz besonders lobte, sammelten die Initiatoren Spenden. Die Spendensammeler wiederum lobten die große Bereitschaft der Bevölkerung, für den Skate- und Bike-Park in die eigene Tasche zu greifen. 

Förderung durch EU

Ein Löwenanteil der Gesamtkosten in Höhe von einer halben Million Euro kommt von der EU, die besondere Projekte fördert. Ein Kriterium ist dabei eine nachhaltige Bedeutung für die Region. 

Nicht allein Jufo-Leiter Splitgerber sieht gleich mehrere Vorteile durch den Park. „Zum einen wird unser Freizeitangebot viel attraktiver. Zum anderen: Der Skate- und Bikeparkpark dient der Gesundheitsförderung durch viel Bewegung in freier Natur, ohne feste Trainingszeiten.“ Die Anlage, das bewies der Eröffnungstag eindrucksvoll, soll ein „Treffpunkt für alle“ sein.

Seinen Dank sprach Bürgermeister Iacob den Grundstückbesitzern, den Bauarbeitern und selbstverständlich „allen an dem Projekt Beteiligten“ aus. Dass die Anlage noch vorm Winter fertiggestellt werden konnte, sei eine wahnsinnig tolle Leistung. Der städtische Sportbeauftragte Markus Gmeiner unterstrich im Gespräch mit dem Kreisbote ebenso wie Karin Ketterl, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Füssener Sportvereine (IFS), dass die Anlage auf jeden Fall „eine absolute Bereicherung“ für junge und jung gebliebene Leute sei. „Das sieht man schon daran, weil die Eröffnungnfeier so viele Teilnehmer hat“, so Ketterl weiter.

"Tag der Freude"

Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) sprach von einem „Tag der Freude“. Füssen habe „jetzt endlich eine große Attraktion mehr“. Man könne nicht einmal schätzen, „wie viel Herzblut, Hirnschmlaz und Einsatz für dieses echte Bürger-Projekt geflossen sind“. Es gebe im gesamten Allgäu „keine vergleichbare professionelle Fundsportanlage. 1:0 für Füssen“, so die Landrätin. Zu den Personen, denen sie namentlich dankte, gehörte der ebenfalls mitfeiernde Ethelbert Babel vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), stellvertretend genannt für das Leader-Förderprogramm der EU.

"Tage wie diese"

„Jetzt geht es richtig los“, rief Scheibel in die Menge, bevor mit dem Stadträten im Chor der Tote-Hosen-Song „An Tagen wie diese“ angestimmt wurde. Nachbarn des Skate- und Bike-Parks im Weidach werden der Fußball-Kunstrasenplatz des FC Füssen und das Baseball-Stadion der „Royal Bavarians“. Begrüßt in Statements und persönlichen Gesprächen im Kreis der Feiernden wurde außerdem die Idee, das Füssener Jugendhaus künftig ebenfalls ins Weidach zu verlegen.

Etwas im Schatten an diesem Tag mit aktiven Skatern, Skootern und Jugendlichen auf BMX-Rädern waren die Kleinkinder, die sich nebenan auf dem neu gestalteten Spielplatz im Klettern übten und dabei sichtlich ebenfalls richtig Spaß hatten.

Chris Friedrich

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